Rangierbahnhof oder: die stationäre Phase

Stationäre Phasen finden statt, wenn ein Planet von der Erde aus gesehen die Richtung wechselt.

Entweder von der Direktläufigkeit zur Rückläufigkeit oder, wenn der Planet wieder umkehrt, um vorläufig zu werden. Dazu fiel mir das Bild des Rangierbahnhofes ein, denn dort halten die Züge, bekommen vielleicht eine neue Lok vorne dran gehängt, Züge werden geteilt, auf jeden Fall halten sie an, bevor sie wieder losfahren. So ähnlich können Sie sich auch vorstellen, dass sich Planeten bewegen. Kurz bevor sie in den Bahnhof einfahren, werden sie langsamer und bleiben dann erst einmal stehen, und wenn sie die Station wieder verlassen, nehmen sie nur langsam wieder Fahrt auf.

Auf diesem Rangierbahnhof ist zur Zeit jede Menge los

Rangierbahnhof - stationäre Phase
Die stationäre Phase ist wie ein Rangierbahnhof
Foto ©pixabay

Insgesamt fünf Züge halten dort in diesem Monat. Manche sind Hochgeschwindigkeitszüge, andere sind Güterzüge, die sehr langsam sind, aber aus jeder Menge Waggons bestehen. Also ist auch das Tempo, was sie normalerweise fahren, sehr unterschiedlich. Und die langsamen, gemächlichen Züge mit den vielen Waggons (das sind die langsamen Planeten) haben in der Astrologie größeres Gewicht, oder auch: sie gehen mehr in die Tiefe, machen die Dinge gründlich und nachhaltig.

Saturn, Merkur, Venus und Pluto ändern die Richtung

  • Saturn rückläufig am 06.04.2017 – ein langsamer Güterzug
  • Merkur rückläufig am 10.04.2017 – der Hochgeschwindigkeitszug
  • Venus vorläufig am 15.04.2017 – ein IC oder EC
  • Pluto rückläufig am 20.04.2017 – ein großer und sehr langsamer Güterzug

    Zug fährt in den Bahnhof ein - verlangsamt wie ein Planet
    Ein Zug verlangsamt bei der Einfahrt in den Bahnhof
    ©Pixabay

Über die Rückläufigkeit der Venus und über Merkurs Rückläufigkeit habe ich des Öfteren bereits geschrieben.

Grundsätzlich ist die Rückläufigkeit der Planeten eine Zeit, in der wir dazu aufgefordert werden, uns mit der Vergangenheit, unserer bisherigen Vorgehensweise, unseren Mustern und unseren Projekten zu befassen. Es ist eine gute Zeit, um Altes abzuschließen, sei es, ein Projekt endlich fertig zu stellen, sei es, eine alte Beziehung endgültig zu beenden oder die Person auch aus unserem System zu entlassen, sei es, die Struktur, den Plan, mit dem wir vorgehen wollen, zu verbessern oder zu überprüfen. Wenn wir es von der seelischen Ebene her betrachten, gehen wir mehr nach innen, um zu reflektieren und zu verarbeiten, wohingegen wir während der Direktläufigkeit mehr in die Aktion und Umsetzung gehen, in das außen und die Welt.

Das führt dazu, dass wir in der Rückläufigkeitsphase die Dinge, die wir in der Außenwelt tun, genauer betrachten müssen, wir sind mit unserem Fokus oft nicht wirklich bei der Sache. Und korrigieren öfter mal Entscheidungen, die wir vorher getroffen haben. Denn manches fühlt sich vielleicht doch nicht so gut an, wenn wir genauer hinspüren.

Zeit für die Umstellung – die stationäre Phase

Wenn der Planet nun die Richtung wechselt, also die Konzentration von der Außenwelt in die Innenwelt gehen soll oder umgekehrt, dann brauchen wir Zeit, ebenso wie ein Zug, der erst einmal anhält. Wir dürfen uns dann ansehen, was in der nächsten Zeit auf uns zukommt. Was zu bearbeiten ist. Wir stehen auf der Schwelle – oder auf dem Gleis, um im Bild zu bleiben.

Auf dem Gleis - Güterzug
Wir stehen auf dem Gleis, bevor es weiter geht in eine andere Richtung
©Pixabay

Das kann sich anstrengend und schwer anfühlen. Wir fühlen uns gebremst, irgendwas geht nicht mehr so einfach geradeaus, aber was ist es? Die Themen, die mit dem Planetenprinzip verbunden sind, werden uns bewusst. Bei Merkur ist es die Kommunikation, Verträge, kurze Reisen, die Technik und Verhandlungen. Venus beleuchtet unsere Beziehungen und Werte, Saturn unsere Strukturen, die alltäglichen und die grundsätzlichen, Arbeit und Disziplin. Pluto ist mit Macht und Ohnmacht, mit Grenzerfahrungen und Wandlung verknüpft.

Je nachdem, welche Bereiche in Ihrem persönlichen Horoskop zusätzlich (ja, Astrologie kann kompliziert aussehen) mit diesen Planeten und ihren Themen verbunden sind, können sehr unterschiedliche Lebensbereiche in den Fokus geraten. Venus kann in Ihrem Horoskop zum Beispiel die Kommunikation –  Merkurs Reich – beeinflussen. Oder Saturn kann eine Verbindung zu Ihren Beziehungsfragen haben – also in Venus Reich agieren. Das können Sie in einer persönlichen Deutung Ihres Geburtshoroskopes herausfinden.

Saturn ist bereits am 06.04.17 rückläufig geworden.

Unsere Strukturen, unser Verhältnis zu Tradition, zu Vorgesetzten und Regeln nimmt er unter die Lupe. Ist meine Alltagsstruktur, meine Basis, mein Gerüst das Richtige, vielleicht früher zur Arbeit gehen, oder mehr Bewegung einbauen? Wie bekomme ich ein großes Projekt strukturiert – kleine Schritte gehen könnte funktionieren. Was sich jetzt wie harte Arbeit anfühlt, kann sich langfristig auszahlen und solide Ergebnisse bringen. Die stationäre Phase hat Anfang letzter Woche begonnen und dürfte nach dem Wochenende langsam abklingen.

Merkurs stationäre Phase hat ebenfalls ungefähr Anfang/ Mitte der letzten Woche angefangen, und er wird am 10.04.17 rückläufig.

Das heißt, fast die ganze nächste Woche sind wir mit der Umstellung beschäftigt. Kommunikation, Verkehr, und alles, was mit Technik zu tun hat – machen Sie ein Backup Ihrer Daten!

Venus stationäre Phase vor ihrer Direktläufigkeit beginnt ungefähr heute.

Was haben Sie die letzten Wochen bearbeitet, was abgeschlossen, was korrigiert im Bereich Werte und Beziehungen, Geld und Wertschätzung? Was wollen Sie jetzt umsetzen?

Pluto wird am 20.04.2017 rückläufig

Und seine stationäre Phase beginnt sich im Laufe der nächsten Woche bemerkbar zu machen. Da geht es um Wandlungsthemen, um Macht und Ohnmacht, um Machtkämpfe und um grundsätzliche Veränderungen. Was haben Sie den Winter über bearbeitet, wo halten Sie noch fest, wo sind Sie bereit, Altes gehen zu lassen? Bei Pluto-Transiten (die über 1-2 Jahre dauern, denn er läuft immer wieder über denselben Punkt und das sehr langsam), kann die Rückläufigkeit das Gefühl von Entspannung geben, von „es ist nicht mehr ganz so schlimm“. Diese sollte aber dazu genutzt werden, um das Geschehene zu reflektieren und zu verarbeiten.

Wenn so viele Planeten mehr oder weniger auf einmal ihre Richtung wechseln kann es sich anfühlen, als ginge nichts mehr voran, wir fühlen uns von dem Außen überfordert, weil wir einfach mit der Rhythmusumstellung beschäftigt sind. Alte Themen zeigen sich, und wir fragen uns, ob wir in einer Zeitschleife gelandet sind.

Gehen Sie in die Stille oder einfach auf einen Spaziergang, fühlen Sie nach, was sich zeigen will, was Aufmerksamkeit braucht. Gönnen Sie sich das Innehalten. Und lassen Sie sich weder hetzen noch entmutigen, denn die Schwelle, das Innehalten ist notwendig, um die nächsten Schritte gehen zu können.

 

 

 

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7 Gedanken zu “Rangierbahnhof oder: die stationäre Phase

    • irene dietrich 09/04/2017 / 18:50

      Liebe Mathilda,
      erst einmal gute Besserung! In solchen Phasen wie jetzt hab ich manchmal das Gefühl, als ob Schmerzen besonders heftig sein können.
      Aber gut, dass du dich nicht entmutigen lässt.;)
      Alles Gute,
      Irene

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