Jupiter im Schützen

Auch eine Weile her, denn schon Anfang November ist Jupiter vom Skorpion in den Schützen gewechselt. Also ist das hier der nächste versprochene Artikel zu den Wechseln in diesem Herbst 2018.

Und: Sie finden wieder Fragen zu dem Thema Jupiter im Schützen am Ende des Artikels.

Schütze, das Zeichen, was für Optimismus, Weite, Toleranz, Weltoffenheit steht, auch für die Medien und die Öffentlichkeit. Jupiter, der Herr des Schützen, steht damit jetzt für ein Jahr in seinem eigenen Zeichen.

Jupiter setzt nicht um, handelt nicht, sondern vergrößert

Er vergrößert Ideen, Ziele, Möglichkeiten. Daneben Fehler, Probleme, und was im Argen liegt. So wie auch Medien für die Vervielfältigung und die vergrößerte Betrachtung der kleinen (vielleicht völlig unwichtigen) Geschehnisse sorgen. Mit seinem Talent, die Dinge zu vergrößern, hat er das letzte Jahr viel aus dem skorpionischen Keller ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. Mißbrauchsskandale all über all. Vielleicht haben auch Sie in Ihrem Keller Dinge entdeckt, die Sie bisher für gar nicht so wichtig gehalten, heruntergespielt und versteckt haben? 

Keller, magische Katzen, Bücher, eine Laterne
Was haben Sie im Keller gefunden mit Jupiter im Skorpion?

Sehen wir uns das gegenüberliegende Zeichen Zwillinge an, dann finden wir dort Merkur, der all die Informationen und Wissen sammelt, Kenntnisse und Fertigkeiten erlernt, darum bemüht ist, nichts zu übersehen, nichts zu vergessen.

Jupiter im Schützen auf der anderen Seite sucht daraus ein großes Ganzes zu machen, ein Bild, eine Vision, eine Ziel.

Weiterlesen
Advertisements

Neumond Dezember 2018

Schütze-Neumond am 07.12.2018

Der letzte Neumond in diesem Jahr findet um 08.21 h am Morgen statt, und Merkur ist am Abend zuvor wieder vorläufig geworden.

Es sieht also von außen so aus, als würden die Dinge voran gehen. Schütze ist ja auch das optimistische Zeichen, was Ziele weit voraus anvisiert. Und jetzt ein Neumond und Merkur zwar noch stationär, aber immerhin vorläufig. Nein, es sieht nur so aus.

Das Horoskop für diesen Neumond finden Sie heute am Ende des Beitrages.

Der stationäre Merkur im Skorpion

hat eher die Tendenz sich festzubeißen, im Kreise zu drehen und wieder und wieder dasselbe zu denken und zu wiederholen. Warum es eben nicht vorwärts geht, und die Ziele, die dahinten, die Sonne und Mond in Schütze zu versprechen scheinen, was ihn dran hindert, die Schritte zu tun – und überhaupt sollten die mal nicht vergessen, dass Details schließlich wichtig sind. Außerdem ist jetzt auch erst mal Weihnachten und die Geschenke sind noch nicht alle besorgt und was ich noch alles vorher fertig bekommen muss. Was für eine Liste!

Der Neumond steht im Schützen und im 1. Haus

Weiterlesen

Astrologischer Herbst 2018 – Überblick

Venus vorläufig, Mondknoten in Krebs und Jupiter im Schützen- und Merkur rückläufig

Computer kaputt und neuen eingerichtet, Erkältung gehabt und eine Fortbildung gemacht. Zudem damit beschäftigt, meine Wohnung umzuräumen und auszumisten. Nicht nur am Himmel war und ist sehr viel los, sondern auch gerade in meinem Alltag. Venus rückläufig lässt grüßen.

Da diese Venus rückläufig nicht nur im Skorpion, sondern auch im 12. Haus meines Horoskops herumlief, fühlte ich mich ein wenig wie unter Wasser.  Wenn die Sonne zum Beispiel (oder eben wie jetzt die rückläufige Venus) durch das 12. Haus, das Fische-Haus läuft, dann ziehen wir uns in der Regel zurück, sind mit uns selbst beschäftigt.

So fehlten mir dann auch die Worte für das, was sich da draußen am Himmel veränderte. Die Worte auch für die Änderung der Atmosphäre. Aber eines nach dem anderen.

Sonnenuntergang in Japan
Die Atmosphäre hat sich astrologisch verändert

Bevor ich zu den oben genannten Punkten komme, lassen Sie mich noch anmerken, dass Uranus zur Zeit noch einmal im Widder steht bis zum Frühjahr, wir können also die Themen des Sommers, Revue passieren lassen.

Außerdem ist auch Chiron noch einmal in die Fische zurück gegangen. Also all das, was uns im Sommer beschäftigt hat, muss jetzt vollendet werden. Das, was wir noch nicht fertig gemacht, durchdacht oder erst einmal zur Seite gelegt haben an Themen, kann jetzt vollendet werden.

Venus vorläufig ab 16.11.18

neigt sich dem Ende zu. Am 16. November wird sie wieder vorläufig. Bis Mitte/ Ende nächster Woche ist sie noch sehr langsam, sie steht sozusagen im Bahnhof, bevor es weiter gehen kann.

Zur Zeit steht sie in Waage, und hoffentlich haben auch Sie diese Zeit produktiv nutzen können. Haben Sie sich mit Ihren Beziehungen beschäftigt, mit Schönheit und Kunst, mit Malen oder Schreiben? Oder war loslassen dran, gehen lassen, verabschieden?

Weiterlesen

Astrologischer Sommer 2018 Teil 2 – Schattenarbeit

Nachdem ich im 1. Teil eine Übersicht über die astrologischen Konstellationen gegeben habe, möchte ich das Thema „Schattenarbeit“ vertiefen, was vor allem im Zusammenhang mit Jupiter im Skorpion öfter auftauchte. Jetzt steht dieser Jupiter im unterstützenden Trigon zu Neptun in den Fischen. Soll heißen, es gelingt jetzt leichter, alte Themen, Muster, Belastungen aufzulösen, loszulassen oder zu transformieren.

Was ist Schattenarbeit eigentlich?

Etwas, was im Schatten liegt, können wir eventuell nicht sehen, vielleicht vermuten wir etwas, aber es steht nicht im Licht. Das bedeutet aus meiner Sicht schlicht: wir sind nicht darauf konzentriert, wir lenken nicht das Augenlicht, das Licht unseres Bewusstseins, darauf. Es muss nicht heißen, dass es unbewusst ist, wir es mit der Schaufel ausgraben müssen, sondern nur einfach: wir nehmen es (noch) nicht zur Kenntnis.

Oder es liegt eine Menge Staub darüber, andere Sachen verstellen die Sicht, wir haben etwas vor Jahren gut verstaut oder uns nie mit einer anderen Sichtweise beschäftigt. Was für mich zum Mensch sein dazu gehört – wir können nicht immer alles im Blick haben.

Oder wir sehen nur die Auswirkungen, den Schatten, aber nicht das Ding, was den Schatten wirft. Wir können daraus also nur Rückschlüsse ziehen auf das eigentliche.

Schattenspiel als Schattenarbeit
Schattenspiel  und Schattenarbeit

Ein aktuelles Beispiel für einen Schatten

Deshalb haben wir viele Arbeitsschritte mittlerweile an Algorithmen, an Google, Weiterlesen

Jupiter rückläufig ab 09. März 2018

Schon wieder jemand auf dem Weg zurück, es ist doch eh alles schon so langsam! Wie schon im letzten Beitrag über die Jahresthemen 2018 angerissen, liegt der Schwerpunkt jetzt eher auf dem Element Erde statt auf dem des Feuers und verlangt Anpassung an die Realität. Anpassung an ein langsameres Tempo, dem des Wachsenlassens, der Erdung, der Verwurzelung.

Jupiter steht bis November im Skorpion

Das ist ein Wasserzeichen, wo er dafür sorgt, dass wir mehr Licht im Keller (Skorpion) haben. Unter Keller ist unser Unterbewusstsein zu verstehen, das, woran wir hängen, was wir so ungern loslassen, was mit läuft, denn es lagert ja immer noch im Keller, wir scheuen uns, den Sperrmüll anzurufen, der kostet ja in den meisten Städten ordentlich Geld.

Schilder Ausmisten unter Jupiter rückläufig
Schilder Ausmisten unter Jupiter rückläufig

Jupiter zeigt uns, was uns noch behindert an alten Dingen

Weiterlesen

2018: Übersicht der Planeten-Bewegungen

Eine grafische Übersicht über die Wechsel der Planeten, die so gar nicht astrologisch aussieht, und die Erläuterung des erstes Punktes, der Wechsel in die Erde, finden Sie unten drunter:

Grafik: Planeten-Bewegungen 2018
Die wichtigen Planeten-Bewegungen 2018

Drei Planeten wechseln die Zeichen

Es gibt dieses Jahr mehrere soziale und gesellschaftliche Planeten (Saturn schon in 2017, Chiron und Uranus), die ein anderes Zeichen betreten, weshalb sich an den Themen und der Herangehensweise auch einiges ändern wird.

Die zweite Jahreshälfte ist von den Rückläufigkeiten von Mars und Venus geprägt

(fast direkt nacheinander), und anschließend wechseln noch die Mondknoten und Jupiter die Zeichen.

Was ich jetzt aber zuerst einmal herauspicken möchte, ist dass sich die Energie von der Feuerbetonung des letzten Jahres zu einer Erdbetonung hin bewegt.

Während es im letzten Jahr und mit einer Feuerbetonung eher darum ging, optimistisch, kreativ und mit viel Enthusiasmus an Dinge dran zu gehen. Die Frage war: sind Sie von Herzen dabei, haben Sie das letzte Jahr genutzt, das zu finden, was Sie gerne tun und wofür Sie „brennen“? Sagen wir, zum Beispiel, Sie sind eine wundervolle Kuchenbäckerin und möchten Kuchen verkaufen. Das haben Sie letztes Jahr herausgefunden.

Seit Saturn im Dezember in den Steinbock gegangen ist, hat sich die Energie, die Atmosphäre merklich verändert. Es geht jetzt um das Element Erde, und das verlangsamt nicht nur, sondern verlangt auch die Entwicklung ganz anderer Qualitäten.

Die Fragen der Erde sind andere

Sind die Dinge umsetzbar, machbar? Einmal rein praktisch – wenn Sie professionell backen wollen, dann brauchen Sie eine Küche, die das erlaubt, ganz unabhängig davon, ob zu Hause oder woanders. Wenn Sie diese Küche brauchen und eventuell noch weiteres Equipment, dann kostet Sie das etwas.

Erde mag Pläne, Struktur, die Aufstellung des Bedarfs, und die Kosten-Nutzen-Rechnung. Was nicht heißt, wenn Sie mehr Geld brauchen als gedacht, dass Sie es aufgeben sollen. Es bedeutet, es dauert länger. Sie müssen das Geld anderweitig verdienen, Dinge gebraucht kaufen und sich noch etwas gedulden.

Samen, die in die Erde gelegt werden, brauchen Zeit bis sie keimen. So braucht auch der Same vom letzten Jahr länger Zeit, es reicht nicht, ihn in die Erde zu bringen und dann daran zu ziehen. Sondern er muss die richtige Mischung an Wärme, Licht und Feuchtigkeit bekommen. Sie sehen, Ihr Same (in dem Fall das Backen) braucht die richtigen Umstände. Und für diese müssen Sie sorgen. Daran müssen Sie arbeiten – Saturn in Steinbock hilft Ihnen dabei mit seiner strukturierten und realistischen Ader.

Es geht also nicht nur darum, die Wege langsamer, bewußter und geplant zu gehen, sondern bei jedem Schritt auch zu überlegen, hilft das, dient das meinem Projekt, dem Samen, oder zieht es mich weg?

All das loszulassen, was diesem Samen, diesem Projekt nicht dient, Sie eher behindert und Ihnen nicht mehr nützt – das gilt es jetzt in der Fische-Zeit loszulassen.

Der Vollmond am Donnerstag hat dieses Thema nochmals betont.

Sie wissen ja, ich schreibe in der Regel über das, was jetzt dran ist, ich werde also immer mal wieder auf diese Grafik zurückkommen. Also bleiben Sie dran, es bleibt spannend dieses Jahr!

Update 2017: Neptun in den Fischen (1)

Wie bereits versprochen, heute wird es wieder etwas mehr Astrologie geben.

In den vorherigen Artikeln habe ich mich mit Jupiter im Skorpion und dem Schmerzkörper befasst. Schon da wurde mir klar, dass diese alten Beiträge zum Thema Schutz und Abgrenzung einer Überholung und astrologischen Einordnung bedürfen.

Denn mittlerweile hat sich nicht nur bei mir, sondern auch gesellschaftlich und spirituell vieles verändert, was sich astrologisch wunderbar herleiten lässt – und was aber auch bedeutet, dass wir mit Schutz und der damit scheinbar einhergehenden Abgrenzung anders umgehen müssen.

Heute geht es erst einmal um die Grundlagen, um Fische und Neptun.

Los geht’s mit der Reise über den Ozean der Gefühle. Aber vielleicht befinden wir uns auf dieser Reise ja eigentlich in einem U-Boot, und tauchen nur ab und an mal auf – unter Neptuns Herrschaft wissen wir das nicht so genau.

Jupiter ist der klassische Herr der Fische, heutzutage teilt er sich den Thron mit Neptun, der als erster Herrscher gilt.

Neptun ist 2011 das erste Mal in die Fische gegangen, lief dann nochmal in den Wassermann zurück, um am 03.02.2012 endgültig das Zeichen zu wechseln. Er wird dort bis 2025/26 bleiben. Fische ist sein eigenes Zeichen, er steht stark dort. Und wie stark Neptun „wirkt“ konnten wir an seinem Durchlauf durch den Wassermann (das habe ich bereits in diesem Artikel beschrieben) sehen, denn dieser ging einher mit dem Internet und der weltweiten Vernetzung.

Fische sind ein bewegliches Wasserzeichen, neben Krebs (beginnend) und Skorpion (fix).

In den Wasserzeichen geht es um Emotionen, den Umgang mit Gefühlen. Im Krebs sehen wir das hin- und her von Launen und Emotionen, die Mütterlichkeit, das Kind, das Hegen und Pflegen.

Zum Krebs gehört der See (hier der Schlachtensee)
Zum Krebs gehört der See (hier der Schlachtensee)

Im Skorpion haben wir mit Tiefe zu tun, Tiefe von Gefühlen, auch den nicht so schönen, der Suche nach Sicherheit, wo doch überall unter der Oberfläche etwas rumort, man sich nicht sicher sein kann, was da aus den Tiefen der Wassersuppe bzw. Ahnensippe auftaucht. Krebs verbindet uns mit der Heimat, unserer Familie, Mutter und Vater, während Skorpion die Verbindung zur Ahnensippe herstellt.

Frühjahr in Potsdam
Flüsse sind Skorpion zugeordnet

 

 

Fische verbindet uns mit dem Ozean, der Menschheit, mit allem, was ist. Neptun/ Poseidon ist der Gott des Meeres, dessen Macht wir fürchten.

Die Zuordnungen zum Fische-Zeichen und Neptun sind vielfältig. Schon der Versuch, die Fische zu greifen, führt dazu, dass sie sich zu entziehen scheinen. Ganz anders als beim Stier oder Steinbock, den Erdzeichen. Ich stelle mal spontan zusammen:

  • Meer, Ozean, Fische und damit einhergehend Neptun/ Poseidon mit dem Dreizack. Und nicht nur Nemo, sondern auch die Muräne, die elektrische Schläge verteilen kann, Haie und Piranhas gehören ebenfalls dazu.
  • der „Schleier zwischen den Welten“, Spiritualität, Medialität, Träume, Phantasien und Fantasy-Romane, Nebel, Verirren und Verwirren, Drogenrausch, Delirien, Geschichten und Filme (Hollywood, die Traumfabrik!)
  • auf der anderen Seite Lug und Trug, die Täuschung (damit einhergehend die Enttäuschung), Lüge und Wahrheit oder was ist jetzt eigentlich wahr? Oder vielleicht sogar beides?
  • Rückzüge, freiwillige und unfreiwillige, Retreat, Krankenhausaufenthalte, Krankheit als Rückzug, Aussteiger.
  • Aussteiger und Ausgeschlossene, Hippies und Obdachlose, die Kranken, die psychisch Erkrankten, die in anderen Welten leben, die Opfer, die Hilfe benötigen. Aber auch die, die Opfer-Bingo spielen, und merken, damit kommt man gut durch das Leben.
  • Medizin und Drogen, das, was heilt, ganz macht. Drogen können ebenso Gift sein, und nur in der richtigen Dosis heilsam (oder in der richtigen Zubereitung, wie zum Beispiel in der Homöopathie). Alkohol- und Drogenabhängige (womit wir wieder bei den Opfern wären).
  • der Gehängte im Tarot – oder auch zum Teil der Narr…
  • ich habe bestimmt einiges vergessen, aber die Mehrdeutigkeit dürfte klar geworden sein.

Seitdem Neptun 2011/12 in sein eigenes Zeichen gewechselt ist, ist einige Zeit vergangen.

Ein Zeichen hat 30 Grad. Damit ist auf 15 Grad der Höhepunkt eines Zeichendurchlaufs erreicht, so nimmt danach die nach außen gerichtete Kraft ab, dafür steht die Verarbeitung und Integration im Vordergrund. Das ist dem Vollmond vergleichbar, der danach in seine abnehmende Phase geht. Im Juni und Juli diesen Jahres ist Neptun schon auf 14 Grad Fische vorgerückt und steht jetzt auf 11 Grad Fische. Der Überlauf über die Zeichenmitte findet ab April 2018 über den ganzen Sommer statt.

Was hat Neptun in den Fischen bisher erreicht?

Zuerst einmal ist die Welt, sind wir in unseren Reaktionen emotionaler geworden. Die (in Neptuns Aufenthalt in Wassermann geschaffene) Vernetzung ermöglicht, bei schönen und schrecklichen Ereignissen live dabei zu sein. Bilder, das, was geschieht, oder eine Auswahl an Bildern erreichen uns in jeder Minute, außer wir schaffen es, abzuschalten, und zwar nicht nur unser permanent denkendes Hirn, sondern auch Smartphone und Tablet und Computer und den Fernseher.

Abschalten ist schwieriger geworden. Und es scheint um einiges schwieriger zu sein, die „Wahrheit“ zu erkennen. Ich wiederhole hier nicht die Unworte des letzten Jahres, aber Lüge und Betrug und Vernebelung stehen hoch im Kurs. Gerade an dieser Stelle ist der Einfluss Neptuns und der Fische klar zu erkennen. Wer sagt die Wahrheit, wer provoziert nur, wer verschleiert und wer zeigt welchen Ausschnitt?

„Alles eine Frage der Perspektive“, grinst Neptun und hebt den Schleier nur ein kleines bisschen weiter hoch.

Zudem leben wir in einer Informationsflut

Wir können so viel wissen, kennen lernen, miterleben, sehen und hören, dass ein Tag dafür mindestens 76 Stunden haben müsste, um nur ansatzweise mitzukommen. Abgesehen davon, dass wir es – in der althergebrachten Art und Weise des rationalen Fische-Zeitalters – für rein rationale Informationen halten. Eine Information ist ein Satz, ein Bild, ein Ausdruck, der nur unser Hirn erreicht. Ganz rational. Bits und Bytes, wie bei einem Computer.

Ozean, Wellen und Felsen im Hintergrund
Den Fischen wird der Ozean zugeordnet. Foto: Pixabay

„April, April“ erschallt es lachend aus Neptuns Wohnsitz mitten im Ozean. „Ich zeige dir mal, wie das aussieht, wenn dich eine sogenannte Information erreicht!“ Er hob den Dreizack und die Wellen wurden stärker, die Erde fing leise an zu beben und der Wind spielte mit und drückte das Wasser in Richtung Land. „Ich glaube, das reicht für eine Vorführung, oder?“ schloss er, nachdem sich alles wieder beruhigt hatte.

Und damit sind wir beim Schmerzkörper, um in dem Bild vom aufgewühlten Ozean zu bleiben. Denn der Ozean, den wir nicht nur lieben, weil wir dort die von unserer Seele so ersehnte Weite genießen können, oder den wir fürchten, denn auf dem Ozean kann so viel schiefgehen, wir könnten ertrinken. Und nicht nur im Wasser ertrinken, sondern in unseren Emotionen. Denn, wie schon öfter erwähnt, kommen wir aus einem Zeitalter der Rationalität, insbesondere seit der Aufklärung, seit Spiritualität und Magie für Aberglauben gehalten und verbannt wurden.

Sigmund_freud_um_1905
Von Ludwig Grillich – Christian Lunzer (Hrsg.): Wien um 1900  – Verlag für Photografie, Wien 1999, Gemeinfrei https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2324952

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben Freud und Jung die Psychoanalyse entwickelt, und damit eine Beschäftigung mit unseren Gefühlen und den inneren Welten wieder möglich gemacht. Freud war fasziniert von den Trieben, die den Menschen unbewusst steuern. Er betrachtete aber auch nur den einzelnen Menschen, in dem Gefühle zu Hause sind. Alles endete an der Haut. Jung ging einen Schritt weiter mit den Archetypen und dem kollektiven Unbewussten – damit schloss er den Menschen sozusagen an das Kollektiv, an allgemeine Gefühle an.

Psychoanalyse und -therapie ist erst seit den 70er Jahren für mehr Menschen zugänglich. Bis zu dieser Zeit sprach man in der Gesellschaft nicht über Gefühle oder Krankheiten oder Scheidung. Das heißt, wir wurden mit Hilfe von Psychopharmaka (Neptun), mit Schmerztabletten (ebenfalls Neptun) und mit einem „reiß dich ein bisschen zusammen“ damit fertig oder eben auch nicht.

Ein Beispiel: Wir beginnen gerade erst, uns mit transgenerationalen Traumata zu befassen, den Folgen, die eine Traumatisierung durch Krieg und Flucht erst auf die Eltern/ Großeltern und in Folge dann auf die Kinder und Enkel hat. Der Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder wurde von traumatisierten Menschen geleistet, für die diese Tätigkeiten, die Arbeit, die Konzentration auf das Schöne, die Zukunft ihre Traumatherapie war.

Heute ist Platz und Zeit und Raum für die Verarbeitung der Traumata da, die Kinder und Enkel jetzt spüren.

Nach einem der großen Hochwasser in Deutschland wurde psychologische Beratung angeboten, denn es hätte ja sein können, dass Menschen davon traumatisiert sind. Das hätte es im letzten Jahrhundert noch nicht gegeben.

Das ganze Reich der Emotionen scheint wie der berühmte Eisberg zu sein – 30 Prozent über der Wasseroberfläche und 70 Prozent unsichtbar darunter. Allein der Jung´sche Begriff des kollektiven Unbewussten und die Archetypen zeigen auf, wie schwierig es ist, das Reich der Seele zu fassen zu bekommen.

Aber das Meer ist oft aufgewühlt, und wir haben alle Hände voll damit zu tun, mit all dieser Emotionalität fertig zu werden. Denn da werden nicht nur schöne Sachen aufgewühlt, auch all das Hässliche, die Aggression und die Wut kommen hoch. Davon würden wir uns gerne abgrenzen, sitzen aber mittendrin. Und wenn durch das, was da hochkocht, aufgewühlt wird, der eigene Schmerzkörper geweckt wird, dann fühlen wir uns mitgerissen.

Und Schutz und Abgrenzung sind nicht mehr so einfach. Es ist nicht einfach das Schlechte da draußen, gegen das wir Mauern und Zäune errichten müssen. Wir sind aufgefordert, mit dem höheren Seegang umzugehen, mit unserem Angestecktsein, mit der Frage: was ist drinnen und was ist draußen. Da wird deutlich, dass Jupiter im Skorpion, der uns die Transformation der eigenen Wut, des eigenen Schmerzes (und dem des Ahnenfeldes) erleichtert, eine Verbindung zu dem kollektiven der Fische und Neptuns hat.

Denn der Fluss (Skorpion) fließt irgendwann ins Meer, in den Ozean (Fische)

Auch wenn er erstmal in einen größeren Fluss mündet.

Für den nächsten Beitrag habe ich Neptun persönlich zu einem Vortrag eingeladen, nachdem er hier schon mal aufgetaucht ist. Er sagt nicht nur was zu Schutz und Abgrenzung, sondern hat einige erhellende Einsichten für diese Zeiten mitgebracht. Jetzt muss ich diesen Vortrag nur noch abtippen;)