Uranus wird rückläufig – 07. August 2018

Uranus – siehe auch unten – ist kurz vor der Rückläufigkeit (am Dienstag dreht er endgültig um) und damit steht das, was der Veränderung bedarf im Fokus. Deshalb gibt es jetzt einen Artikel zu der Dürre, die das in den Fokus rückt, was Uranus die letzten Monate aufgedeckt hat.

Ausgebremst, verlangsamt, gezwungen, sich mit der Hitze zu befassen, der Langsamkeit, dem Körper zu folgen, später raus gehen, nicht zu viel tun. Das ist der Zustand, in dem wir uns gerade befinden, unter der Hitze und der manchmal brennenden Sonne.

Schnecke auf Rosenblatt als Sinnbild für den rückläufigen Mars
Schneckentempo unter Mars rückläufig

Ebenso, wie Mars rückläufig ist, der anfeuert, ja irgendwie tun will, und eben nicht kann. Es steht uns unter einem rückläufigen Mars einfach weniger Energie zur Verfügung. Jetzt kann ich sagen, es ist der Mars, der uns verlangsamt – oder eben die Hitze. Oder ich kann sagen: die Hitze ist das ausführende Organ, welches uns zwingt, uns mit der nicht vorhandenen Energie für angeblich wichtige und dringende Aufgaben abzufinden. Das Quadrat zu Uranus lädt nochmal mehr auf, Ärger, wollen und Neues rufen, aber noch ist es nicht an der Zeit. Stillstand. Mit der Möglichkeit hinzusehen.

Wir erleben einen Jahrhundertsommer, etwas, was zumindest in unserem Denken und Erfahren noch nie stattgefunden hat. Auch wenn die Annalen zeigen, es gab so einen schon mal, 1904. Das wußten vielleicht meine Großeltern oder Urgroßeltern, die alle schon gestorben sind, die Ahnen. Die haben es erlebt, aber wir noch nicht, wir „wissen“ nur davon. Wir haben davon gehört. Waldbrände, die altes vernichten, wüten in diesem Sommer in einem ungeahnten Ausmaß, und auch bei uns. Plötzlich (Uranus) ist alles anders.

Wir erleben etwas Neues – Uranus lässt grüßen

Die Dürre zwingt uns, uns endlich mit dem Klimawandel (Stier) auseinander zu setzen. So könnte es aussehen.

Dürre - ausgetrocknete Talsperre
Ausgetrocknete Talsperre als Bild für die Dürre

Ich frage mich die ganze Zeit, warum es bei den Sturzfluten des vergangenen Jahres nicht auch zu diesen Fragen gekommen ist. Oder hatten wir diese Fragen und haben Sie wieder vergessen? War es nicht damals schon genauso dringend? Oder ist es was anderes, wenn alle gleichermassen von dieser Hitze betroffen sind? Sturzfluten gab es mal hier und dort, nur einzelne Dörfer, Städte und Menschen waren betroffen, das ist jetzt anders. Diesen Sommer ist vieles deutlicher erkennbar und liegt in der prallen Sonne.

Die Mondfinsternis lässt uns vieles klar erkennen

Die Dürre lässt erkennen, wie abhängig wir von den Bauern und ihrer Arbeit sind, auch davon, dass es Wald gibt, nicht nur den Forst, die Monokultur, die zur Verwertung herangezogen werden. Wir erkennen, dass die Brandgefahr (Mars) vor allem dort besonders groß ist, wo es Monokulturen und keinen Mischwald gibt.

Wir lernen, wie wohltuend der Schatten der Bäume ist, der Mischwald, der Waldsee (auch wenn er von Badenden überlaufen ist). Dort bekommen wir Luft, wir können uns regenerieren. Wir sind nicht mehr den aufgeheizten Strassen der Stadt, der Großstadt ausgeliefert. Die Städte, die sich aufheizen sind zudem für kühlere und kalte Wetter gebaut, denn es wird kein Bereich eingeplant, der Schatten spendet, so wie in Athen, wo das Erdgeschoss meist zurückgesetzt ist, und die Schaufenster der Läden damit im Schatten liegen.

Wir lernen, dass Dürre auch bedeutet, dass Bäume in der Stadt ihre Blätter fallen lassen, dass die Nüsse, von denen sich die Eichhörnchen ernähren, leer sind in diesem Jahr. Wie müssen die Eichhörnchen füttern. Mit unseren Ressourcen.

Eichhörnchen an Futterstelle mit Nüssen
Eichhörnchen müssen zusätzlich gefüttert werden

Vögel, abhängig von den Früchten der Pflanzen – und Insekten, je nach Vogelart – brauchen zusätzliches Futter. Das ist ebenfalls machbar, auch auf einem Balkon (allerdings ohne Katze).

„Wäre das Wort >Danke!< das einzige Gebet, was du je sprichst, so würde es genügen.“ Meister Eckhart (1260 – 1327), deutscher Mystiker

Wir sind daran gewöhnt, Lebensmittel aus andern Ländern zu importieren, wir haben in der Regel genug Trinkwasser, da die Grundwasserspiegel hoch genug sind – im Gegensatz zu Kapstadt, was schon länger an Trockenheit leidet.

Wir haben den Luxus, Trinkwasser zu haben und uns unter einer Dusche abkühlen zu können, importierte Lebensmittel zu essen und keine Angst haben zu müssen, Hunger zu leiden. Wir haben den Luxus von Klimaanlagen in unseren Autos, in den Büros – oder zumindest eines Ventilators, Balkone, und die Gewißheit (bisher zumindest), dass irgendwann der regenreiche Herbst und Winter kommen. Wir müssen nur warten. Es kann ja nicht immer so weitergehen.

Bisher ging es immer so weiter

Auf anderen Ebenen ging es immer so weiter. In vielen Bereichen, weil Unternehmen Gewinn erzielen müssen, weil es ja noch immer gut gegangen ist. Mir geht es hier nicht darum, Horrorszenarien in den Köpfen und Herzen zu erzeugen, das gibt es im Netz schon genug. Sondern darum, sich zu fragen, was anders werden muss, was anderes werden kann und wie. Auch und gerade im persönlichen Bereich.

Uranus = plötzlicher Wandel und Erkenntnis

Denn das, was wir im außen sehen, findet ebenso im inneren statt.

Wie außen, so innen, wie im Großen, so im Kleinen, besagen die hermetischen Gesetze.

Wir sind auf Grund der Hitze gezwungen, den Schatten zu suchen. Ja, genau, den inneren Schatten, das, was bisher im Dunklen gelegen hat.

Was haben wir beiseite geschoben, weil es ja nicht anders ging, weil es noch immer gut gegangen ist? Was wollten wir nicht sehen, was haben wir  vergessen? Ich spreche bewußt nicht von „verdrängen“, weil das schon wieder in Richtung „Schuld“ geht, sondern einfach um „nicht im Fokus, nicht im Bewußtsein, im Blick haben“.

Was bekommt so viel Licht, Sonnenlicht, Hitze, was ist eigentlich überheizt oder vielleicht sogar überreizt, was kommt zu kurz?

Da die Mondfinsternis gerade genau dieses Thema aufgegriffen hat, welcher Bereich Ihrer Seele (Mond) fühlt sich vernachlässigt, verfinstert und ist zudem gereizt, überfordert, vielleicht sogar verletzt (Mond Konjunktion Mars zur Finsternis)? Und welcher Teil Ihrer Vergangenheit, Ihres alten Musters müsste eigentlich gehen (Unterer Mondknoten/ Mars/ Mond der Finsternis)?

Wo wollen wir einfach drauflos stürmen (Mars), weiter machen, überhaupt machen, wo doch hinsehen, wo doch neue Konzepte, neues Denken, neue Ideen (Uranus) dran sind?

Trauen wir uns? Trauen wir uns, wirklich neues in die Welt zu bringen, auch im privaten, im beruflichen, im persönlichen Bereich – oder möchten wir eher zurück in die Vergangenheit, als alles noch eine heile Welt war, als wir die Folgen noch nicht zu spüren bekamen? Als die Welt noch sicher war?

Es ist Zeit, uns diese beiden Seiten anzusehen, zu sehen, was sich verändern muss. Was vorher noch vollendet werden darf (Merkur, Mars rückläufig), was an alten Strukturen gehen muss. Und sich auch anzusehen, nach innen zu lauschen, wo wir selbst weitermachen möchten wie bisher, wo wir uns die alte Sicherheit ersehnen – und bei welchen Themen und an welchen Stellen wir unsere Ketten sprengen möchten, wo wir es „alles neu machen wollen“. Denn wir haben immer beides in uns.

Auch die Angst, in der Sicherheit zu verharren und auf jeden Fall immer für das Neue zu sein – ist auch eine Angst und eine Sicherheit und eine starre Struktur, und sei es nur die, dass das Neue immer besser ist.

Denn Uranus nimmt keine Rücksicht darauf, was wir für hip und toll und neu halten, vor allem, wenn das Neue nur das Alte in neuem Gewand ist.

Planeten und Rückläufigkeiten

Die Themen sind zum Teil davon bestimmt, welche Lebensbereiche im persönlichen Horoskop angesprochen werden. Aber schon die Planeten und Zeichen zeigen an, um was es gehen könnte. Hier eine kleine Tabelle

  • Mars – seit 26.06. – 27.08. rückläufig – unser Handeln, Energie, Durchsetzung
  • Merkur – seit 26.07. – 19.08. rückläufig – unser Denken, unser Verstand
  • Jupiter ist seit 10.07. vorläufig und bleibt es auch bis Mitte nächsten Jahres – Erweiterung, Optimismus und Größe
  • Saturn – ab 06.09. rückläufig – die Struktur, die wir im Leben brauchen, Planungen
  • Uranus – ab 07.08. rückläufig (geht auch nochmal in Widder zurück) – hier ist das Thema: Abhängigkeiten von Natur, Körper, auch vom Planeten und der Erde – außerdem die Verbindung von digitaler und körperlicher Sphäre. Rückläufigkeit könnte heißen, es könnte ja doch nochmal gut gehen. Das Neue, das, was wir gesehen haben, sollen wir auf die innere Ebene bringen, verarbeiten und damit konkret etwas machen (gemeinsam mit Saturn, der noch im Trigon zu Uranus steht). Das heißt seit ein paar Tagen und bis Ende der nächsten Woche ungefähr ist Uranus stationär.
  • Neptun – vom 19.06. – 25.11. rückläufig
  • Pluto – ab 01.10. rückläufig
  • Venus – ab 05.10.18 rückläufig

Mehr zu Rückläufigkeiten habe ich bereits hier einmal geschrieben.

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