Saturn im Steinbock – Dezember 2017

„Irgendwie freue ich mich gar nicht so richtig auf Weihnachten dieses Jahr. Und auch das Plätzchen backen – das mach ich nur, weil ich es versprochen habe.“ Das sagte gestern ein Freund, der Weihnachten heiß und innig liebt. Die Vorfreude, das Plätzchenbacken, die Tannenzweige und die Kerzen im Advent, Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkte.  Aber dieses Jahr fordere der Dezember voller Feiern und Erledigungen schon jetzt seinen Tribut und er bräuchte einfach mal „nur Ruhe“.

Obwohl wir heute Neumond im Schützen haben, der dazu auffordert, das Ziel, das weit entfernte, die Vision, die Idee und das Licht, dessen Rückkehr wir mit der Wintersonnenwende feiern, ins Auge zu fassen, bremst der nahende Übertritt Saturns in den Steinbock am Mittwoch früh die Vorfreude aus. Der Realitätscheck naht und das spüren wir.

In der Regel kommen wir gut durch die Schütze-Zeit (die läuft ungefähr vom 20.11. bis 21.12. und Winteranfang) mit ihrem höher, mehr, weiter und das geht auch noch. Nach den Weihnachtsfeiertagen spüren wir dann erst, was zu viel war, wo Grenzen erreicht sind. Das ist dann der Steinbock, der sich meldet und sagt: da waren Grenzen, die du überschritten hast. Und das ist nur die Sonne (und eventuell auch Merkur und/ oder Venus), die da von Schütze in den Steinbock läuft.

Jetzt ist es Saturn, der in den Steinbock geht

Er geht damit in sein eigenes Zeichen und bleibt dort für knapp drei Jahre. Genauer gesagt bis März 2020, um dann nach einer Stipvisite im Wassermann den ganzen Sommer 2020 noch im Steinbock zu verbringen. Und zwar wechselt er das Zeichen genau einen Tag vor der Wintersonnenwende, am 20.12.2017, so dass die Sonne mit ihm in Konjunktion steht. Soll heißen, die Sonne beleuchtet das Thema, zeigt uns, worum es mit diesem Übertritt geht. Das sieht als Horokop dann so aus:

Horoskop Saturn geht in den Steinbock
Saturns Übertritt in den Steinbock – Klicken für eine große Darstellung

Saturn ist der Hüter der Grenze, und Steinbock ist die Grenze, die Realität.

Genau so, wie der Kassensturz nach Weihnachten nötig ist, die Konzentration auf das Notwendige (was die Not wendet!) im tiefen Winter im Januar, auf sich selbst und auf die Planungen für das kommende Jahr, so geht es jetzt mit dem Übertritt von Saturn darum, sich zu konzentrieren.

Konzentration auf das Eigene, was umgesetzt werden will.

Konzentration auf die Aufgaben, die anstehen, wenn die Visionen, die Ideen, die sie im Laufe des letzten Jahres hoffentlich entwickelt haben, umgesetzt werden sollen. Dann ist es nötig, sich nicht ablenken zu lassen, Disziplin zu zeigen, Realitätssinn, die Kosten im Blick zu behalten und die eigenen Grenzen.

Das kann auch bedeuten, dass es mit wohlwollender Hilfestellung, viel Mitgefühl für eine Überlastung oder ähnlichem etwas mau aussieht. Denn Saturn in diesem Zeichen möchte die Dinge allein machen, er möchte zeigen, dass er es kann. Außerdem bedeutet Konzentration, dass alle mehr oder weniger an ihren eigenen Projekten sitzen, so dass die Freundin, die ihre Hilfe immer angeboten hat, jetzt in ihrer Arbeit vertieft ist und einfach keine Zeit hat.

Die Kehrseite: Verkrampfung und Arbeiten bis zum Umfallen

Ich wollte nicht schon wieder das Wort Burn-Out verwenden, aber genau das meinte ich. Menschen, die endlich ihre Sache gefunden haben, die die Konzentration und die Belastbarkeit jetzt schätzen, könnten zu viel des Guten tun. Zu viel Arbeit, zu viel alleine machen, zu lange. So lange, dass eine gewisse Steifheit vom Sitzen am Computer zu verzeichnen ist oder die Augenringe tiefer werden von den Nächten an demselben.

Die Medizin: bewegen Sie sich, legen Sie Pausen ein oder planen Sie sie von Anfang an gleich mit ein. Saturn und Steinbock lieben die Planung, die einen Schritt nach dem anderen (ja, es dürfen auch kleine sein) abgearbeitet wird. Bewegen ist wichtig, denn Starrheit gehört zur Kehrseite saturnischer Zeiten. Wenn es ihnen bisher an Disziplin fehlte, dann ist jetzt die Zeit, das Thema nochmal in Angriff zu nehmen.

(Selbst-)Verantwortung, Integrität, Tradition, Regeln und Gesetze, Moral und Ethik

Das sind alles Stichworte für den Steinbock – und für Saturn. Er steht stark in seinem eigenen Zeichen, so dass wir mit diesen Themen intensiv konfrontiert werden. Es kann erst einmal in die Richtung gehen, dass uns gesellschaftlich (und persönlich) das Brechen von Regeln, das Durchmogeln und unmoralische Verhaltensweise besonders auffallen. Es geht jetzt darum, sich die Maßstäbe eigenen Handels, der eigenen Moral bewußt zu machen. Was ist richtig für mich? lautet die Frage. Was ist Moral – und was ist Ethik? Welche Werte lebe ich? Und mit dieser Debatte werden wir auch gesellschaftlich zu tun bekommen.

Es könnte allerdings so weit gehen, eine höhere Instanz zu rufen, um Regeln, auch traditionelle und vielleicht überlebte Regeln, durchzusetzen. Womit wir bei dem Thema sind, was durch Pluto und Mond (und auch dem Ascendenten des Eintrittshoroskops im Skorpion) angezeigt wird. Skorpion und Pluto sprechen von Wandlungsprozessen, die vor allem – mit Pluto im 2. Haus – im Bereich der Werte, der Talente, des Geldes und unseres Selbstwertes stattfinden. Der Mond, der für unsere Seele und unsere (gewohnheitsmäßigen) Gefühle steht, fühlt sich durch den Pluto sehr unter Druck. Er fühlt sich gezwungen, sich zu wandeln, erlebt vielleicht uralte Gefühle erneut, damit sie dann losgelassen werden können.

Und Saturn wacht über den beiden

und sagt: du bist verantwortlich für deine Gefühle, für die Arbeit an deinen Gefühlen, da musst du durch (auch wenn du dich gerade einsam fühlst und allein und getrennt).

Wir haben mit Saturn im Steinbock die Wahl, ob wir jetzt die Verantwortung für unsere Werte, für unsere Ideen und Projekte übernehmen und uns mit unseren gewohnten Pfaden auseinander setzen – oder ob wir grollen und wütend grummeln (Mond unter Druck von Pluto und Mars im Skorpion) und andere verantwortlich machen.

Wir sind gefordert, einen Realitätscheck zu machen, mit unseren Ressourcen, unserem Vermögen – sowohl was Talente, was Werte, was Eigentum und Geld angeht -, unserem Wissen und unserem Willen und Wollen.

Nach so viel enthusiastischer Feuerenergie, die vor Begeisterung überschäumte, ist der Eintritt in die kahle Bergwelt, in der die Steinböcke leben und sich trittsicher bewegen, ein ziemlich kalter Guss.

Feuer ist schnell, leicht zu entflammen, kann aber von Erde (was Steinbock und Saturn darstellen) ebenso wie von Wasser gelöscht werden. Es ist schnell, kann gemeinsam mit Erde andere überrollen, denken Sie an den Sandsturm in der Wüste. Und Erde ist langsam, braucht Zeit und Aufmerksamkeit, braucht Geduld und praktisches Herangehen. Lassen auch Sie sich Zeit für diesen Übergang. Sie haben mehr als zwei Jahre!

***Und ja, zu diesem Thema gibt es noch viel mehr zu sagen – ich bleibe dran!***

 

 

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2 Gedanken zu “Saturn im Steinbock – Dezember 2017

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