Update 2017: Neptun in Fische (2)

Neptun in den Fischen ist eng mit dem Thema Schutz und Abgrenzung gekoppelt.

Im letzten Beitrag habe ich mich schon mit seinem Durchlauf durch die Fische beschäftigt. Heute habe ich Neptun zu einem kleinen Vortrag eingeladen. Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen

Neptuns Vortrag

Im Fische-Zeitalter wurden die Menschen vom Jungfrau-Zeichen dargestellt. Das hab ich auch gemerkt, alles wurde eingeteilt, sortiert. Das, was Religionsgründer der Welt gaben (die natürlich auch keine Religion gründen wollten, sondern den Menschen Spirituelles nahe bringen), endete in Amtskirchen, zumindest im Westen. So wurden in Deutschland als Beispiel für die westliche Welt die Menschen in Stände eingeteilt, die Handwerker hatten Zünfte. Ihr wisst, was ich meine. Später, während meiner Verbannung, sprich der Aufklärung, wurde das ganze Leben kategorisiert, die Naturwissenschaft war geboren und trat ihren Siegeszug durch die Welt an.

Ich finde Naturwissenschaft ebenfalls faszinierend, wenn ich damit nicht völlig aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden wäre. Wenn sie nicht hohe Zäune und Grenzen zwischen allem, was ist, errichtet hätte. Wenn sie nicht erzählen würde, dass das die absolute Wahrheit ist. Das hat jemand erforscht, wird gesagt, und es steht da schwarz auf weiß, deshalb muss es stimmen. Außer in der modernen Physik, aber die versteht kaum jemand. Die fällt manchmal fast schon in den Bereich der Esoterik, das glaubt kaum jemand, der nicht nahe dran ist.

Apropos Glauben und Vorstellen: so wie ihr euch die Unendlichkeit nicht vorstellen könnt, könnt ihr euch als Menschheit auch die Digitalisierung nicht vorstellen.

Wenn dieses Wort fällt, dann sehen viele von euch das Bild von „jeder Mensch hat einen Computer, jeder ein Smartphone und schnelles Internet auf dem Lande – und manche Dinge können von Robotern ausgeführt werden“. Und ihr steht da wie die Menschen, die das erste Mal eine Lokomotive gesehen haben. Die konnten sich auch nicht vorstellen, was das alles bedeuten würde.

Und ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt: sich etwas nicht vorstellen können ist überwältigend. So wie die Monsterwellen auf dem Meer, ein Tsunami. Macht Angst, lässt euch Frühwarnsysteme installieren und Deiche verstärken.

Zurück in die Zeit der Aufklärung: Meine Welt, meine Sicht, mein Reichtum wurde in den Bereich des Aberglaubens, des Märchens verbannt. Ja, ich weiß, das alles hat noch viel mehr Schichten, ist ein wenig oberflächlich, aber für diesen Zweck muss das genügen. Es gibt ja noch das Internet, wo ihr viel mehr finden könnt!“ Bei den letzten beiden Sätzen grinst er vor sich hin.

„Aber ich bin zurück. Langsam aber sicher habe ich mich wieder zurück in die Gesellschaft, zu den Menschen geschlichen, ihr wisst ja, stetes Wasser höhlt den Stein.“ Er hat Humor, das muss man ihm lassen.

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Neptunstatue Foto: pixabay.com

„Denn ich kenne keine absoluten Grenzen, es gibt kein ‚ich da drinnen und du/ das da draußen‘,

denn alles ist eins, auch wenn es für euch auf der Erde nicht so scheint. Die Trennung ist ein großes Theater, von mir mit inszeniert. Ich herrsche über die Schleier, von denen schon die Rede war. Und nur über euer Herz, über eure Emotionen könnt ihr das spüren und erkennen. Mitgefühl, das ist das, was ich euch schenke, um euch umeinander zu kümmern, die anderen Wesen, Menschen, Tiere und alles, was bei euch auf Erden lebt, nicht (völlig) auszublenden.

Während des Fische-Zeitalters habt ihr geglaubt, ihr könnt das Andere nach draußen verbannen (was auch immer das ist, egal ob Emotionen, andere Menschen, fremde Mächte). Ihr wart und seid der festen Überzeugung, dass Grenzen und Deiche und Spionage (Kontrolle) euch schützen. Und nicht nur auf irdischer Ebene, sondern auch auf der spirituellen. Das ist die Sicht aus dem Solar-Plexus Chakra, ihr hingegen wollt/ sollt euch in Richtung auf das Herz-Chakra entwickeln.

Die alte Sichtweise gerät zur Zeit ins Wanken.

Im Wassermannzeitalter geht es mit dem Menschheitszeichen des Löwen (das gegenüber liegt) darum, aus dem Herzen heraus zu sein und zu handeln.

Ins Herz zu kommen und zwar nicht nur dann, wenn euer Haustier erkrankt ist oder in der eigenen Stadt etwas geschieht. Alles arbeitet zur Zeit daran, eure Herzen zu öffnen, soll heißen: mit Gefühlen umzugehen. Diese wahrzunehmen und nicht mehr alles auf ‚das Andere‘ zu schieben.“

Neptun lehnte sich ein Stück vor, um einen Schluck zu trinken. Er atmete tief durch. „Vorträge habe ich schon lange nicht mehr gehalten, ich bin ein wenig aus der Übung“ meinte er und fuhr fort:

„Bisher war Schutz und Abgrenzung miteinander verkoppelt.

Man kannte Methoden, um dem anderen deutlich zu zeigen, hier gehörst du nicht her. Aber wer oder was gehört denn nicht hierher? Wer oder was begehrt da eigentlich Einlass? Das fragte sich  niemand, denn Zugehörigkeit und Willkommen sein war ganz klar an Familie, Dorfgemeinschaft oder den Staat gekoppelt. Mit manchen war man befreundet, mit anderen verwandt. Mit anderen ganz klar verfeindet. Mit der Vernetzung der Welt über das Internet, der internationalen Luftfahrt und Arbeit ist das nicht mehr so einfach zu sagen. Und wer das als Vorteil sieht, und wer das als überwältigend empfindet, auch da scheiden sich die Geister.

Das Problem an dieser Sicht der Welt ist: sie stimmt nicht. Sie stimmt insofern nicht, dass nur, weil etwas draußen ist, in der äußeren Welt, das nicht heißt, dass es mit euch nichts zu tun hat. Alles ist eins. Und das könnt ihr euch zur Zeit nicht vorstellen, genauso wenig wie die Digitalisierung.

Das, was ich nicht bin, oder von dem ich meine, dass es nichts mit mir zu tun hat, das kommt mir von draußen entgegen. Das Prinzip der Projektion.

Auch ich bin eine große Projektion von dem Prinzip der Grenzenlosigkeit, des mit allem verbunden seins. So wie alle anderen Götter am griechischen Sternenhimmel Projektionen der Menschen von Teilen ihrer Seele am Himme waren.“ Neptun lacht.

„Und nur, wenn ihr aus dem Herzen heraus und mit Liebe in die Welt schaut, könnt ihr das erkennen. Mit dem Verstand, der Ratio, der Vernunft und allein eurem Gehirn könnt ihr das nicht erfassen, dass das, was von außen auf euch zukommt, immer auch mit euch selbst zu tun hat.

Allein dass ich das 12. Haus im Horoskop regiere, zeigt schon, worum es geht. Das 12. Haus ist nicht nur das der Geheimnisse und des Rückzugs und der Meditation, es ist auch das Haus der geheimen Feinde. Nicht nur, weil es vom Ascendenten aus, der die Person darstellt, nicht zu sehen ist, sondern auch, weil darin alles vermeintlich Fremde, alles, was scheinbar nicht zu mir gehört, was ich nicht anerkenne, versammelt ist. Denn wenn es eigentlich zu mir gehört und ich es nicht (an)erkenne, dann arbeitet es gegen mich. Stellt euch doch einfach mal vor, wie es ist, wenn ihr nicht anerkannt werdet – ihr rebelliert doch auch!

Wie kann ich mich vor etwas schützen, was eigentlich zu mir gehört?

Wie kann ich mich von etwas abgrenzen, wovon ich im Herzen weiß, dass es mir nahe ist, dass ich eigentlich mit allem eins bin?“ Neptun nahm wieder einen Schluck und überlegte kurz. Die Falte auf seiner Stirn verschwand und machte einem Lächeln Platz.

„Das heißt, zur Zeit habt ihr einfach mit mehr Gefühlen als früher zu tun. Diese müssen verarbeitet werden. Das ist, schlicht gesagt, für inkarnierte Personen eine anstrengende Zeit. Auf der anderen Seite bedeutet es auch, ihr habt sehr viel mehr Möglichkeiten,  Gefühle zu verwandeln im Herzen, sie anzunehmen, größer, mehr zu werden, heil und ganz zu werden.

Gefühle und Emotionen sind nicht auf euch beschränkt, sie enden nicht an der Haut.

Sie sind universell, und ihr könnt sie fühlen, auch, wenn es sich nicht um eure eigenen handelt. Das heißt, oft fühlt ihr, was nicht zu euch gehört, fühlt mit und fühlt euch ein, ich könnte auch sagen, ihr werdet von Wellen von Gefühlen erfasst.

Ich kann mir vorstellen, dass es vielen so geht, dass sie Probleme haben, aber gleichzeitig das Gefühl, dass es ihren Freunden und Freundinnen ebenso geht, dass diese ebenfalls gerade zu kämpfen haben. Dass du sie nicht zusätzlich belasten willst. Früher hast du vielleicht oft mit anderen gesprochen über das, was dich beschäftigt.

Wenn diese Gefühlswellen heranrollen, löst das bei den Menschen oft auch Gefühle aus, die sie längst überwunden glaubten, die sie nicht mögen und als schlecht bewerten. Überhaupt hilft eine Bewertung als gut oder schlecht mit Gefühlen überhaupt nicht weiter. Denn damit verbannt ihr Gefühle wieder. Oder versucht sie festzuhalten, wenn sich gerade etwas gut anfühlt. Verbannte Gefühle kommen auf jeden Fall wieder, und die schönen wandeln sich. Gefühle sind wie Wellen, die heranrollen und sich wieder zurückziehen, wieder im großen Ganzen aufgehen, im Meer, im Ozean.

Wellen am Ostseestrand
Gefühle sind wie Wellen, die kommen und gehen Foto: Irene Dietrich

Das kann bei euch Menschen Angst auslösen, Angst vor Verlust, vor dem weggeschwemmt werden, und bringt euch manchmal dazu, zurück in die Vergangenheit zu gehen, mehr Grenzen zu wollen, das Fremde verantwortlich zu machen für das, was da ausgelöst wird.

Ihr habt jetzt jeden Tag die Möglichkeit, euch zu entscheiden. Ob ihr eine Welt wollt, wo der Stärkere gewinnt, wo Krieg geführt wird, wo Abschreckung und Niederbrüllen an der Tagesordnung sind – oder eine, in der Frieden und Harmonie herrscht, in der miteinander gesprochen wird, Lösungen gemeinsam gefunden werden. Auf das nicht vorstellen können bin ich ja schon eingegangen.

Neptun zu Schutz und Abgrenzung

Das heißt auch, das sogenannte ‚fremde‘ Gefühle an eurem eigenen Gefühlshaushalt andocken, dass die Wut der einen Person euch an eure eigene erinnert und sie entflammt. Oder die Angst, die Freude, die Hoffnung. Das lässt sich rational oft nicht erfassen oder sortieren. Allein die Idee, dass etwas fremd ist und euch erinnert an wohl Bekanntes oder eben Verdrängtes, nicht Bearbeitetes, kann helfen.

Manchmal sind einfach Gefühlswogen da, die manche Personen dazu bringen, zu Hause zu bleiben, sich förmlich zu ducken. Das sind Zeiten, wenn zum Beispiel eine große Trauer viele Menschen erfasst und auf der Strasse ein Gefühl von tief hängenden Wolken entsteht.

Ihr könnt euch davor nicht schützen im Sinne von abgrenzen, von Mauern oder Grenzen hochziehen, sondern müsst (ja, ich mag das Wort auch nicht) eigentlich mit fließen. Wie die Wellen. Fließen lassen. Und manchmal im wahrsten Sinne des Wortes abschalten. Abschalten und euch erlauben, im Garten oder in der Natur oder der Badewanne zu sein, in einem schönen Buch zu verschwinden, nicht zu sprechen, nicht in Kontakt zu gehen mit anderen Menschen.

Die andere Seite: sich auf die eigenen Anliegen konzentrieren, sich nicht irritieren lassen. Auch nicht von der Wut oder dem Ärger der anderen.

Erlaube dir, zu sagen: der Umgang mit all diesen Gefühlen ist anstrengend.

Dass du mehr Zeit als sonst brauchst, um dich zu erholen, um dich deinen Angelegenheiten zu widmen.

In der konkreten Situation, wenn du dich weggeschwemmt und überrollt fühlst, dir zu erlauben, überwältigt zu sein, und dir vor allem zu erlauben, einen Schritt zur Seite zu tun und dich auf dich und das für dich Heilsame zu konzentrieren. Sei es Malen, Lesen, Baden, Radfahren oder ein schönes Buch. Dir zu erlauben, nicht für andere da zu sein. Denn auch andere zu beruhigen, wenn sie von diesen Wellen erfasst werden, kostet Energie und kann an Grenzen bringen.

Übungen, die dazu dienen, sich mit sich selbst zu verbinden, sich des Lichtes und der geistigen Begleiter wie zum Beispiel des Schutzengels bewusst zu sein, helfen.

Sie helfen, weil sie dir die Gewissheit geben können, beschützt zu sein.

Weil sie dir das Gefühl geben können, dass alles einen Sinn hat.

Sich auf den Atem zu konzentrieren, auf den eigenen Körper, das kann dir helfen. Dich gut zu erden: gut essen, schöne Dinge tun, rausgehen in die Natur, das stärkt dich.

Und, was ebenfalls hilft: Achtsamkeitstraining, Meditation, Autogenes Training, Entspannungsverfahren, oder einfach tanzen, durch die Emotionen durchtanzen. Zur Lieblingsmusik, Kopfhörer auf und los. Und nach den 5Rythmen nach Gabrielle Roth in Berlin oder hier für den norddeutschen Raum. Oder für die, die schon die ganze Zeit überlegen, eine Meditationspraxis aufzunehmen, jetzt ist die Zeit dafür.

Wenn ihr bisher zu diesen Wegen einen gewissen Abstand gehalten habt, sie vielleicht nur in harten Zeiten gegangen seid, jetzt ist die Zeit, wo sie im wahrsten Sinne des Wortes notwendig werden, um mit diesen Emotionen umzugehen.

Es ist jetzt kein Luxus mehr, sich möglichst oft zur Meditation und anderen Übungen hinzusetzen. Es gibt euch eine innere Grundlage und Stabilität, ein Wissen, dass ihr mit vielem umgehen könnt.

Und last but not least: diese Zeit ist eine Möglichkeit, sich mit Teilen von sich selbst zu versöhnen oder sie zu heilen, die bisher nicht beachtet wurden oder die man als unlösbar betrachtet hat. Wenn sie angeregt werden, wenn ihr euch plötzlich wieder in den alten Gefühlen befindet, könnt ihr diese Gelegenheit zur Transformation nutzen. Das ist Jupiter in Skorpion, der hilft euch dabei.

Denn Leben ist Öffnung, ist Erleben, Erfahrung, dabei sein – und nicht versteinern, so wie ich nur noch in versteinerter Gestalt zur Zierde auf den Brunnen sitzen darf. Dabei bin ich der Gott des Meeres – und viel mehr, ebenso wie ihr so viel mehr seid als nur das, was ihr gerade erlebt. Daran möchte ich euch erinnern, daran möchte euch diese Zeit erinnern.

Neptunstatue und -brunnen
Neptun-Brunnen Foto: pixabay.com
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2 Gedanken zu “Update 2017: Neptun in Fische (2)

  1. Bernarda Schmid 25/10/2017 / 9:14

    Lieber Neptun, ich als Fischegeborene mit AC Fische und Sonne-Neptun im Quadrat und dann gleich noch den Transit-Neptun auf meinem AC mit Opp. Mond….. Was du so sagst, nehme ich gleich mit meinem Herzen auf und werde anwenden, was du als Tipps weitergibst. Herzlichen Dank dafür. Du bist mir ein guter Freund.

    Liebe Irene, ganz, ganz herzlichen Dank für diesen schönen Text.

    Herzliche Grüsse
    Bernarda

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