Jahresthemen 2014: Rückläufig: Merkur, Mars und der Jupiter

Merkur und die Spaziergänge in die nähere Umgebung
Merkur und die Spaziergänge in die nähere Umgebung

Ja, ich dachte, ich sollte oder hätte schon längst sollen: schreiben, schreiben, schreiben. Wenn die Autorin selbst die Rückläufigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leibe erfährt, dann fühlt sich der Blick in die Sterne manchmal überflüssig an.

Insofern ist dieser Beitrag – gemäß dem rückläufigen Merkur, der für die Gedanken, die sich mit der Vergangenheit befassen. steht – auch eine Betrachtung meiner letzten Zeit. Meines Tun und Lassens. Und auch meiner Hoffnung auf mehr Blogbeiträge meinerseits.

Denn die Hoffnung darauf, dass die Rückläufigkeit des Merkur, die ja immerhin schon seit dem 07. Februar 2014 aktiv ist, die Schreibbremse lösen würde, erwies sich als Irrglaube.

Stattdessen lernte und lerne ich Merkur in anderer Form kennen (und auch die rückläufige Venus, die ja erst wieder Fahrt aufnahm, als Merkur schon in die Rückläufigkeitsschleife einbog – ich hoffe, sie kommen noch mit!): ich kam wieder zurück auf etwas, was ich früher liebte. Lange Spaziergänge. Mit den Beinen in Bewegung sein, nicht nur mit den Fingern. Kurzstrecken abwandern, neues entdecken. Wie hängt dieses mit den aktuellen Rückläufigkeiten zusammen?

Was haben Sie erlebt in der letzten Zeit, haben Sie auch etwas wieder entdeckt, was lange verschüttet war? Berichten Sie doch in den Kommentaren davon!

Venus – Merkur – Mars – einer nach dem anderen: rückläufig!

Zuerst war Venus ab dem 21.12.2013 rückläufig (und vorher schon langsamer) und als sie dann ab dem 31.01.2014 langsam wieder direktläufig Fahrt aufnahm, wurde Merkur langsamer, um dann am 07.02.2014 rückläufig zu werden. Am 28.02.2014 wird Merkur langsam wieder vorläufig, während dann Mars abbremst, um am 05.03.2014 rückläufig zu werden.

Das heißt, eine Rückläufigkeit jagt die nächste – und irgendein Bereich unseres Lebens steht unter dem Zeichen: zurück und das, was nicht fertig gestellt, was vergessen wurde, zu holen oder zu Ende zu bringen.

Lange Spaziergänge (Bewegung in der näheren Umgebung = Merkur) waren etwas, was ich früher liebte (und in den letzten Jahren zunehmend vernachlässigt hatte), und was jetzt unter der rückläufigen Venus wieder in mein Leben trat.

Ich erwähnte bereits Rückenschmerzen, Hexenschuss – aus diesen wurde dank eines MRT: der Bandscheibenvorfall. Zum Arzt,. zur Physiotherapie, zur Akupunktur. Termine, Termine, Termine. Eingeschränkt, auf mich zurück geworfen. Das war Stufe 1. Stufe 2 kam dann mit der rückläufigen Venus, Bewegung in Form von kurzen Spaziergängen. Im Dezember und Januar. Seit Merkur rückläufig ist, wurde das Programm ausgedehnt. Nicht das Schreiben, sondern mehr Spaziergänge. Sonst drückt etwas auf die Nerven (Merkur) und zwingt mich zur Bewegung.

Ich setze mich mit mir auseinander, mit dem täglichen Einerlei und der näheren Umgebung. Der Nahkauf, 500 m von meiner Wohnung entfernt, und auch die Apotheke in 300 m Entfernung sind ständige Stationen. Der Transport von Milch oder Wasser wird zu einem logistischen Wettbewerb.

Ein Einkaufsbummel oder der Schlussverkauf erscheinen zu weit, oder einfach zu anstrengend. Die erste Frage, die mir bei einer Veranstaltung in den Sinn kommt, ist „kann ich zwischendurch sitzen?“ Oder das Stoßgebet, wenn ich den Bus im Feierabendverkehr besteigen muss: „Bitte ein Sitzplatz! “

Die rückläufige Venus im Steinbock hielt sich bei mir im 2. Haus, dem Haus der eigenen Werte, der eigenen Basis auf. Der Rücken fragte mich also: wofür machst du dich krumm, wo verrätst du deine eigenen Werte oder wo verfolgst du sie nicht? Zum anderen, mit dem Steinbock-Zeichen dort, auch die Frage nach dem Notwendigen. Was brauchst du wirklich, was ist in der Not wichtig für dich?

Der rückläufige Merkur in Fische und zurückgehend bis in den Wassermann in meinem 3. Haus, dem Zwillings-Haus (ist Merkur zugeordnet). Er bringt mich richtig in Bewegung. Dieses Mal eben mit meinen Beinen und nicht mit den Schreibfingern (wofür er ebenfalls steht). Erinnert mich an ureigene alte und gesunde Verhaltensmuster.

Interessanterweise – je mehr ich an mir arbeite, nicht nur mit Spaziergängen, sondern auch die intensive Auseinandersetzung mit mir selbst – geht es mir besser, je mehr ich diese Einengung auf die nähere Umgebung akzeptiere. Und je mehr ich auf mich höre, auf meinen Körper höre und nicht auf das „ich sollte!“.

Ob das herannahende Jupiter-Uranus-Quadrat (und die Opposition von Jupiter und Pluto, schon länger aktiv) durch den Optimismus verleihenden Jupiter (oder ist es der Schönredner?) daran mit beteiligt ist, vermag ich nicht zu sagen.

Ich habe durch meine Schmerzen, meine Einschränkung, den rückläufigen Merkur noch einmal auf ganz anderen Ebenen erfahren. Er lässt mich genau hinsehen, in den jetzigen Moment kommen: habe ich jetzt Schmerzen, was kann ich jetzt tun (außer eine Tablette zu nehmen), was ist mir jetzt möglich?

Jupiter, der zur Zeit ebenfalls sehr prominent ist, sieht die Weite, steht für die Fernreise, den (philosophischen oder spirituellen) Überblick. Merkur hingegen für die kleinen Details, den Sonnenschutz, den man bei einer Fernreise nicht vergessen sollte.

Während Jupiter mit seinem Optimismus und seiner Sehnsucht nach Ferne, nach besseren Zeiten, nach den Kirschen, die in Nachbars Garten immer schöner sind, zur Zeit die Hintergrundmusik ergänzt, setzen wir uns mit dem rückläufigen Merkur mit den Details in unserem eigenen Garten und  in unserer näheren Umgebung auseinander.

Zudem ist auch Jupiter rückläufig, sprich: die Erweiterung des eigenen Horizonts muss in unseren Alltag integriert werden, in unser Leben. Ohne diese Verarbeitung und Neuausrichtung auf den geistigen Ebenen, wird die Umsetzung mit dem Mars (der für die praktische Aktion steht) nicht gelingen.

Aber auch Mars wird rückläufig, wenn Merkur wieder vorwärts läuft. Auch da haben wir noch Gelegenheit, unsere Aktionen ebenfalls anzupassen.

Nachdem ich diesen Bericht jetzt endlich hier geschrieben habe, ist vielleicht auch der Weg wieder frei zu einem größeren Blick auf das ganze Geschehen, wofür Jupiter schließlich auch steht.

Advertisements

8 Gedanken zu “Jahresthemen 2014: Rückläufig: Merkur, Mars und der Jupiter

  1. Eleni Giannakou 21/02/2014 / 15:56

    Tja die Rückläufigkeit…….
    Vielen Dank für diesen aufschlußreichen und wie immer, wunderschön in Worte gepackten, Artikel.
    Meine Erfahrungen: Seit Dezember-schon etwas vorher: Dringendes Auspacken von Malsachen, Beschäftigung (wieder) mit Malerei, Aquarell entdeckt :-), mit Farben und Formen, Perspektiven und deren Umsetzung. ( Malerei- Venus?)
    Seit Januar wieder angefangen kleine Comicskizzen zu zeichnen- das habe ich als Teenager gemacht und nochmal mit Mitte 20!!! ( Stift und Skizze ist wie schreiben…Merkur?)

    Jetzt das dringende Bedürfnis meine Wohnung ( näheres Umfeld- Merkur!) auf den Kopf zu stellen, aufräumen, ordnen…. Aber die Energie dafür fehlt irgendwie zur Zeit….Aufschieberitis….vielleicht und hoffentlich dann mit dem rückläufigen Mars! :-)
    Solange mische ich Aromasprays für Enegieschub! und Konzentration! ;)

    Liebe Grüße
    Eleni Giannakou

    Gefällt mir

    • irene dietrich 04/05/2014 / 12:35

      Liebe Eleni,

      danke an dieser Stelle nochmal für den wunderbaren Bericht und das Wieder-Entdecken des Alten;)

      Gibt es denn mittlerweile neue Sprays? ;) Ich bin neugierig!

      Herzliche Grüße,
      Irene Dietrich

      Gefällt mir

  2. Marion 02/03/2014 / 0:29

    Großartig geschrieben, klar und „bebildert“ mit deiner Erfahrung.
    Bei mir gehts seit 1. Dez. sowieso um Altlastenbewältigung und Aussitzen, bis es leichter wird. Neue Wohnung, viele handwerkliche Arbeiten und wenig Energie. Also kleine Schritte, immer wieder und viel Zeit für mich nehmen, anders geht es zur Zeit gar nicht.

    Gute Besserung!

    Liebe Grüße
    Marion

    Gefällt mir

    • irene dietrich 04/05/2014 / 12:34

      Liebe Marion,
      Danke noch nachträglich für die lieben Wünsche. Und die Beschreibung der kleinen Schritte – ja, darum geht es wohl und die Zeit für sich selbst, das nicht vernachlässigen, sondern im eigenen Tempo voranschreiten.

      Dir auch ein gutes Vorwärtskommen,
      herzliche Grüße,
      Irene Dietrich

      Gefällt mir

  3. arskreativ 25/03/2014 / 19:09

    Hallo Irene,
    Das hast Du wunderbar beschrieben! Vielen Dank dafür!
    Ich wünsche Dir gute Besserung und ab jetzt ständig neue Chancen, Deine Handlungsspielräume zu erweitern!

    LG von Angelika aus Rheinland-Pfalz

    Gefällt mir

    • irene dietrich 04/05/2014 / 12:33

      Liebe Angelika,

      besser spät als nie – ich hab mich hier lange ferngehalten und jetzt geht es mir besser, vielen Dank für die Wünsche noch nachträglich.

      Herzliche Grüße,
      Irene Dietrich

      Gefällt mir

  4. LUMICdesign 28/04/2014 / 12:26

    Hallo Irene,

    schön, Dich bei mir gesehen zu haben und wirklich (schön/) beeindruckend, Dein Bericht, Deine reflektierte Sichtweise, die Dir vielleicht durch Deinen Blick auf die Sterne erleichtert wird ?!.
    Immer wieder, wenn ich auf Deine Seite schaue, lese ich für mich Interessantes, Einsichtiges und auch Wegweisendes…..
    Im Januar glaubte ich, „ich solle“ walken, um meinem Körper Gutes zu tun; knapp einen Monat später kam der Bandscheibenvorfall, nicht, weil ich wie ein Irrer durch die Gegend gerannt bin, sondern einfach nur, weil meine Wirbelsäule zu wenig stabilisierende Muskulatur umgibt.
    Durch einen Glücksfall kam ich in ein pyhsiotherapeutisches Sportprogramm, das mir hilft, zu erkennen, was „Jetzt“ möglich ist und gleichzeitig auch Lust auf mehr ganzheitliche Bewegung macht, also auch Perspektive bietet, um in der Zukunft wieder fitter zu sein und mich wohl dabei zu fühlen….
    Den Blick für das „Jetzt“ (was geht, was liegt an, worauf habe ich Lust..) finde ich wichtig und gut, und ich denke auch, es gibt einfach Momente, in denen Frau/man melancholisch zurückblickt, solange man/Frau sich nicht verhakt.

    Ich danke Dir für diesen Beitrag…;-)
    Liebe Grüße und Energie für den Moment

    LUMIC – Michael

    Gefällt mir

    • irene dietrich 04/05/2014 / 12:32

      LIeber Michael,

      danke für den Bericht! Ja, es geht mir so ähnlich, dass mir auch bewusst geworden ist, was ganzheitlich eigentlich bedeutet – sprich: auch auf der körperlichen Ebene.

      Herzliche Grüße und viel Erfolg für deine wunderschönen Arbeiten,
      Irene Dietrich

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s