2013 – Pluto Uranus im Quadrat als Hintergrund

Jetzt schreiben wir den 14. Januar und vor lauter Überlegung, auf welche Art und Weise ich etwas zu dem Jahr 2013 schreiben soll, ist die Zeit vergangen.

In der Astrologie unterscheiden wir mehrere Ebenen.

So bilden die Langsamläufer wie Uranus, Neptun und Pluto die Hintergrundmelodie, das Grundthema und die schnelleren Planeten (wie Jupiter und Saturn zum Beispiel) modifizieren, unterstützen oder verkomplizieren die Situation.

Wir befinden uns, nachdem der Weltuntergang nicht stattgefunden hat, in einer Umbruchsituation, in Prozessen, die alle betreffen. Und diese zeigen einen Wandel an, der uns alle fordert. Deshalb habe ich mich entschieden, die einzelnen Teile in mehreren Beiträgen unter die Lupe zu nehmen. Größtenteils werde ich es nicht für die einzelnen Tierkreiszeichen aufbereiten. Wenn Sie die grundlegenden Tendenzen verstanden haben, können Sie es Ihrem Leben besser zuordnen.

Das Quadrat von Pluto und Uranus – es wurde am 24.06.2012 das erste Mal exakt  und wird sich insgesamt sieben Mal wiederholen bis 17.03.2015.

Das sind die exakten Zeiten, aber da Pluto langsam und gründlich ist, ist mit den Themen auch noch deutlich in den Jahren nach 2015 zu rechnen.

Dabei treffen sich die beiden Kräfte, die für die Zeiten der Französischen Revolution, der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika und die Studentenunruhen 1968 gestanden haben. Man könnte sagen, der eine Teil von uns möchte so bleiben wie er ist, während der andere gern alles neu machen würde. Und dabei soll bitte die Komfortzone nicht verlassen werden.

Pluto, der Herr der Unterwelt, zur Zeit im Steinbock, zeichnet sich dadurch aus, dass er uns das, was wir loslassen müssten oder möchten, noch einmal im Übermaß beschert.

Wenn wir uns beispielsweise immer schon über uns geärgert haben, weil wir in Beziehungen immer die Helferrolle eingenommen haben, dann bekommen wir von ihm eine Situation geschenkt, in der wir so sehr Helferlein sind, dass wir die Nase voll davon bekommen. Wir halten fest an unserer Idealvorstellung, wir haben es ja immer so gemacht, es hat doch funktioniert, und nicht mehr Helfer sein, dann bin ich ja nichts mehr. Also dürfen wir es noch einmal so richtig gründlich tun. Gleichzeitig halten wir an dieser Idee, dem Ideal, der Rolle fest, bis wir einsehen, dass es so nicht mehr weiter geht. Oder bis wir zusammenbrechen oder aufgeben. Oder: wir lassen es den Partner tun, der plötzlich erwachsen wird und nicht mehr derjenige sein will, dem geholfen wird. Das ist ebenso schmerzhaft.

Erinnert Sie das an etwas, was in der Politik geschieht? Nicht von ungefähr. Wir erleben dieses Verhalten zur Zeit auf allen Ebenen. Es geht eben nicht nur um eine persönliche, sondern auch um eine soziale und politische Wandlung.

Seien Sie also nachsichtig mit sich, wenn Sie feststellen, dass Sie genau das tun: etwas wiederholen, etwas noch einmal so machen, wie Sie ja eigentlich nicht mehr wollten.

Das ist also der eine Pol, der an Idealen, fixen Ideen und Vorstellungen festhält, um es endlich – wenn auch unfreiwillig – sein lassen zu können.

Uranus, zur Zeit im Widder, der andere Pol, arbeitet anders.

Es scheint oft so, wenn er aktiv wird, dass wir plötzlich eine neue Idee, eine neue Vorstellung entwickelt hätten. Dabei hat sich vieles unbewusst angebahnt. Und Uranus hat gleich eine komplett neue Vorstellung im Gepäck. Er weiß, wie alles besser aussehen und gerechter sein könnte. Alles erst einmal theoretisch und intellektuell. Das muss dann auch die folgende Realitätsprüfung überstehen.

Er fordert uns, wirklich neue Modelle und Vorgehensweisen zu denken und durchzusetzen. Das kann im persönlichen wie im politischen Bereich so aussehen, dass wir neue Ideen und Vorstellungen haben, die wir für der Weisheit letzten Schluss halten.

Die Kombination von Pluto und Uranus hat immer etwas sehr theoretisches. So, als ob es rein um ein neues Modell geht, was aber die Gefühle der Menschen und die Psychologie nicht mit einbezieht. Und die Realitätsprüfung beinhaltet auch, wie Menschen reagieren.

Während der Bewegung der 68er kam die Pille auf – und damit auch Sprüche und Verhalten wie „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“. Gefühle waren „out“, Hauptsache anders „in“.

Pluto klopft bestehende Strukturen auf ihre Schwachstellen ab und bringt Dinge ans Tageslicht, die lange eingemauert waren. Während er für das langsame und gründliche Zerbröseln sorgt, trägt Uranus den Sprengstoff bei, um ihm zu helfen, das alles schneller und gründlicher zu erledigen. Platz zu schaffen für Neues ist sein Ziel.

Nehmen wir doch einmal den Beziehungsbereich.

Das ist ein Feld, auf dem sich diese Veränderungsprozesse ebenfalls abspielen. Neben vielen Trennungen kann man auch Situationen beobachten, wo Krisen zu mehr Nähe und Echtheit in Beziehungen führen. Alles, was nicht zusammengehört, wird getrennt. Alles, wofür wir uns nicht wirklich entscheiden, zerfällt. Wir können uns nicht nur an der Sicherheit des Vertrauten festhalten.

Viele könnten unter diesen Bedingungen auf die Idee kommen, sich mit einem neuen Modell retten zu wollen, oder sich einzureden, dass mit einer Affäre nebenher sich ein unhaltbarer Status Quo erträglich machen ließe.

Wenn die Beziehung selbst keine gute Basis hat, können Sie dieses Jahr davon ausgehen, dass die Sachen auf den Tisch kommen. Dass es für Sie unhaltbar wird und unangenehme Schritte notwendig werden. Das kann auch bedeuten, den Schritt zu wirklicher Nähe und echter Beziehung zu wagen – manchmal ist das größere Risiko Nähe statt einer Trennung.

Das Rezept lautet: Ehrlichkeit und Konsequenz. Keine halben Sachen mehr. Oder, wie mein Kollege Markus Jehle vor kurzem schrieb: es ist das „alles oder nichts-Jahr“.

Im 2. Teil wird es um die Konstellation Neptun/ Chiron in den Fischen gehen und wie sich diese Themen mit dem Uranus-Pluto-Quadrat ergänzen.

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4 Gedanken zu “2013 – Pluto Uranus im Quadrat als Hintergrund

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