Ein anderer Blick auf Griechenland

Angesichts dessen, dass die aktuellen, angespannten astrologischen Konstellationen wie Saturn in Skorpion, Pluto im Steinbock im Quadrat zu Uranus, nicht gerade einfach zu leben sind, steigt die Tendenz zur Dramatik im Weltuntergangsjahr 2012 gewaltig. Auch wenn ich manche Kritik teile, glaube ich nicht, dass Ängste, die nicht nur geschürt, sondern oftmals dramatisiert werden, zur Lösung beitragen.

Positiv überrascht war ich über einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung, von einem der (auch in Deutschland) bekanntesten griechischen Krimi-Autoren, Petros Markaris verfasst. Sein letztes Buch „Faule Kredite“ befasst sich mit der Griechenland-Krise.

Und sein Blick auf die deutsch-griechischen Beziehungen ist vielleicht ein Anfang, diese Lage einmal anders zu betrachten. Und das Drama dort zu sehen, wo es hingehört, nämlich bei der Lage der Menschen dort.

Die Schuldzuweisungen, das mit dem Finger auf die anderen zeigen, die Schwarz-Weiß-Malerei, die in den Diskussionen vorherrschen – wie fühlen wir uns, wenn das uns selbst passiert?

Die Lage in Griechenland und nun auch Spanien macht uns Angst – und unter Saturn im Skorpion ist es an der Zeit, uns mit unseren eigenen Ängsten auseinanderzusetzen, und nicht im Schwarz-Weiß-Denken, in der Projektion, stecken zu bleiben.

In den Diskussionen sind die Griechen zur Zeit diejenigen, wie Markaris so wunderbar schreibt, die nicht so gehandelt haben wie wir, die eine andere Kultur, einen anderen Umgang mit den Dingen haben. Und eine andere Geschichte. Die wir gerne bewundern und genießen in Museen und Philosophie oder im Urlaub am Strand.

Akropolis (c) K. Dafalias
Akropolis (c) K. Dafalias

Aber Europa besteht nicht nur aus Kulturen, die genau so denken und handeln wie wir. Und selbst wenn wir von „wir Deutschen“ sprechen, können wir auch nicht von einer einzigen Kultur ausgehen – ganz abgesehen von den Ost-West-Unterschieden, haben Norddeutsche oft eine andere Mentalität als die Rheinländer oder die Bayern.

Selbst die Nachbarn im Haus nebenan leben anders, haben andere Werte als ich. Es ist an der Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen und aufzuhören, Dinge auf andere zu projezieren, denn irgendetwas von dem, was mich an dem anderen aufregt, ist ein Teil von mir.

Sonst würde es mich nicht aufregen – genau das zeigt nämlich meine Resonanz zu dem Thema.

Und wenn ich erkenne, welches Thema bei mir angesprochen wird, dann habe ich etwas integriert und kann im Frieden mit dem außen leben. Und mit dem anderen, dem Nachbarn. Dann brauche ich ihn nicht mehr, um mir meinen inneren Anteil bewusst zu machen.

Anstatt auf die Aufregung und Dramatik aufzuspringen, mitzumachen, beobachten Sie doch einmal, was Sie wirklich aufregt.

Dramatik, wie Sie heute in vielen Ecken zu beobachten ist – nicht nur beim Thema Griechenland, sondern schon bei einem Bericht über Stars, die sich scheiden lassen, führt dazu, dass wir süchtig nach Drama sind. Und es führt uns weg davon, die kleinen Dinge des Alltags zu genießen, in Frieden mit uns selbst und damit dem Nachbarn zu leben – und zentriert zu sein.

Und das ist das, was Saturn, wenn er sich um den eigenen Vorgarten kümmert, als Geschenk im Gepäck hat. Nutzen Sie es!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s