Wünsche und Träume

Passend zur Krebs-Zeit hat Monika Schmitt am Samstag in ihrem Blog zu einer Blogparade zum Thema Wunschträume aufgerufen. Da nun auch meine Website www.mediale-astrologie.de wieder online ist, kann ich mich endlich wieder dem Schreiben in diesem Blog widmen.

Sie stellte fest, dass Menschen auf die Frage nach ihren Wünschen sie erstaunt ansehen und keine Antwort haben.

Im Horoskop ist der Bereich, der dem Tierkreiszeichen Krebs zugeordnet ist, der Ort, wo wir uns hin zurückziehen, um Kraft zu tanken, zu verdauen und uns emotional zu regenerieren. Und wir ziehen uns in diesen Bereich zurück, um zu träumen. Unser Selbst zu träumen, was wir dann in der Löwezeit, gleich im Anschluss daran, spielerisch erproben und ausdrücken.

Dieter Schütz/ pixelio.de
Höhlentempel von Ajanta/ Indien v.d. 6. Jhdt.

Wünsche und Träume hängen scheinbar eng miteinander zusammen. Zumindest in der deutschen Sprache scheint es sich um etwas ähnliches zu handeln. Wir wünschen uns etwas, wir träumen von etwas und dann machen wir sprachlich den Wunschtraum daraus.

Wenn wir nicht von etwas träumen würden, es vielleicht sogar erträumen, dann käme nichts auf die Welt. Die Glühbirne wäre nicht erfunden worden, das Rad ebenfalls nicht.  Da standen sicher intuitive Einfälle vor der Erfindung, aber bestimmt erst, nachdem sich die Person tage- und nächtelang mit der Frage nach „wie könnte das bloß gehen“ herumgeschlagen hat.

Da hier in der westlichen Welt der Schwerpunkt auf der linken, rationalen Gehirnhälfte, dem Tun, dem rationalen Entscheiden und Handeln liegt, ist ein Traum oder ein Wunsch als Aktivität der rechten, intuitiven Gehirnhälfte natürlich befremdlich. Wir könnten uns darin verlieren.

Erst wenn dieser Wunschtraum zu einem Ziel geworden ist, worauf wir uns klar ausgerichtet zubewegen, kann die Welt etwas damit anfangen.

Nur: wie kommen wir zu einem Ziel, wenn wir uns nicht erlauben, von unseren Wünschen zu träumen? Wie sollen wir feststellen, ob ein Ziel zu uns paßt, wenn wir uns nicht in unserem Traum darin gesehen und gefühlt haben?

Ziehen wir uns doch erst einmal in unsere Krebshöhle* zurück und erlauben es uns, uns zu erträumen! Dann wissen wir auch, was wir uns wünschen.

Was ich mir wünsche? Ich wünsche mir Respekt vor dem Tun und Denken, auch wenn meine Meinung von der der anderen abweicht und scheinbar eine gegensätzliche ist. Ich wünsche mir aktives Zuhören und den Versuch zu verstehen. Ich wünsche mir mehr davon in dieser Welt.

*Die „Krebshöhle“ (astrologisch beschrieben durch das 4. Haus, den IC und den Mond, die abhängig von Geburstort und -zeit sind), von der ich hier schreibe, sieht, je nach Tierkreiszeichen, was sich beim einzelnen dort findet, unterschiedlich aus. Der eine braucht wirklich eine Art Höhle, die andere regeneriert sich in der Bibliothek und bei ihren Studien, der dritte braucht eine Party. Das läßt sich nur aus dem vollständigen Horoskop ablesen. Wenn Sie am besten mitten in der Menschenmenge zur Ruhe kommen, dann ist das Ihre Form der „Krebshöhle“.

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