Ein PDA mit Navi oder Prioritäten in der Partnerschaft

Die Einkaufsrunde durch einen Mobilfunkanbieter und einen Baumarkt in der Innenstadt zu fast schon vorweihnachtlicher Zeit kann zu ganz ungeahnten Einsichten in die Prioritäten des Partners oder der Partnerin führen.

Da dies ja eigentlich ein astrologischer Blog sein soll, finden Sie den astrologischen Bezug im Anhang. Sie dürfen auch gern erst einmal raten oder eigene Erlebnisse Revue passieren lassen.

Zurück zur Einkaufstour. Ich stehe mit ihm im Shop eines Mobilfunkanbieters (Schleichwerbung unterlasse ich heute, außer daß es mich gerettet hat, daß die heute eine Sonderaktion hatten und jeder Kunde einen Kaffee angeboten bekam – sogar wahlweise Cappuccino, Filterkaffee oder Latte Macchiato), er kommt nach einer halben Stunde endlich dran. Ich muß dazu sagen, daß mich Computer, Technik und die Möglichkeiten derselben durchaus selber faszinieren.

Der Verkäufer ist ein technikbegeisterter Student, der genau das gleiche Handy toll findet, wie das, was meine Begleitung erstehen wollte. Ups, natürlich nicht nur ein Handy, ein PDA. (Bei PDA hab ich hier die tolle Technik ausprobiert, die WordPress neuerdings anbietet, die aber dummerweise auf hauptsächlich englische Sites verlinkt. )

Aber damit nicht genug, nachdem sie eine Weile geplänkelt hatten, ging es dann auch noch um den Speicher, den zusätzlichen, den er dann günstiger machen könnte. Für Kundige: das Gerät hatte nur eine Speicherkarte mit einer Kapazität von 512 MB. Und allein Wikipedia bräuchte schon 900 MB.

Und dann noch die Wörterbücher – Deutsch – Englisch – Französisch. So richtig viel Platz bräuchten die. Ich unterließ die Bemerkung, wie siehts denn mit Griechisch aus. Und ich verkniff mir die Frage, ob das Gerät Griechisch integriert hätte oder für das griechische Alphabet upgedatet werden müsse.

Für meinen Freund waren Wörterbücher nicht ganz so interessant. Mittlerweile grinste er nur noch über beide Ohren und die Nase war schon ziemlich lang. 2 GB und günstiger – ein wahrer EDV-Freak kann sich das nicht entgehen lassen.Vor allem nicht günstiger.

Das war der Zeitpunkt, an dem ich ausstieg. Ich dachte, okay, die beiden sind sich einig und unterhielt mich mit den Leuten von der Kaffee-Aktion.

Er kam dann nach Stunden (diverse Schwierigkeiten wegen zerkratztem Gehäuse, ohne Akku und was weiß denn ich für Dingen) mit zwei 2 GB-Speichern neben dem PDA sehr glücklich aus dem Laden.

Wir mußten dann etwas hetzen, um die wirklich lebenswichtigen Dinge im Baumarkt erstehen zu können.

Dort fing dann die Debatte um die Kosten für Regalstangen an. Einzelpreis für eine Stange (er brauchte zwei): 1,85 €. Ja, Debatte. Zum Schluß kaufte er sie doch. Aber vorher wurde jede andere Möglichkeit gecheckt, ob es nicht eine günstigere Lösung gäbe.

Weiterhin kam ich auf die Idee, anstatt noch einen Supermarkt stürmen zu müssen, zu einem günstigen Italiener essen zu gehen. Zugegeben, es war nicht die beste Idee, da der Laden mitten in der Stadt an einer sehr touristischen Ecke gelegen war, aber ich war ob der langen Wartezeit im Mobilfunkshop und den Debatten im Baumarkt doch ausgehungert. Aber im Supermarkt gäbe es doch auch Pizza. Ich sah es mühselig ein und gesellte mich zu ihm in die Bahn, die uns nachhause bringen sollte.

Ich übernahm dann den Transport der lebenswichtigen Baumarkteinkäufe und ließ ihn allein in den Supermarkt gehen.

Zuhause angekommen, machte ich für mich die Feststellung, daß unsere Prioritäten wohl unterschiedlicher gelagert sind, als ich vorher angenommen hatte. Zur Zeit kommen solche Dinge ja gerne ans Licht.

Er hat jetzt ein PDA mit einem Navigationssystem. Auch wenn er mit mir nicht essen geht, und bislang nur mit der Bahn fährt, kann ich zumindest sicher sein, wenn ich mal irgendwo in der Walachei in Not geraten sollte, daß er weiß, wo ich bin.

Zumindest solange ich ihm irgendeine Adresse angeben kann. Aber vielleicht gibt es ja ein Update für das Gerät in nächster Zukunft, so daß er mein GPS-Signal aufspüren und mir sagen kann, wo ich bin. Auch wenn er mich nicht mit dem Auto retten kann.

Bedenklich könnte allerdings noch werden, wenn er weiterhin Essen im Gegensatz zur Technik völlig uninteressant findet oder gar meint, es würde überbewertet. Ganz zu schweigen von den fehlenden gemeinsamen romantischen Erlebnissen des gemeinsamen Essens.

Dann könnte es womöglich sein, daß er eines Tages zu schwach ist, um das PDA zu tragen. Aber solange er noch telefonieren kann, brauch ich mir wenigstens keine Sorgen um mein Wohlergehen zu machen. Das ist doch schließlich das Wichtigste – oder?!? Wer braucht denn gemeinsame Erlebnisse…

Die Auflösung des astrologischen Rätsels finden Sie hier:

Im Stier (oder auch im 2. Haus eines Horoskopes) geht es um die eigenen Werte, die Dinge, die wir schätzen, schön finden, die unseren Wert ausdrücken, erweitern und unterstreichen. Sprich: das, wovon wir sagen, das paßt wirklich zu mir.

Oder auch ganz einfach ausgedrückt: mein Haus, mein Auto, mein Boot.

Skorpion oder das 8. Haus liegen der Stier-Energie direkt gegenüber (für die Astrologen: stehen in Opposition) und sprechen von den gemeinsamen Werten. Kann sein das gemeinsame Bankkonto, das gemeinsame Haus und das gemeinsame Boot, also eben das, was wir zusammen angeschafft und worauf wir uns geeinigt haben – eventuell in nächtelangen Kämpfen, um zu einem Kompromiß zu kommen.

Damit eine Partnerschaft funktioniert, müssen die Werte der beiden Menschen zumindest zum Teil zusammenpassen oder Kompromisse müssen möglich sein. Eigentlich klar, oder? Sagt ja auch der gesunde Menschenverstand. Das kann man auch astrologisch feststellen, ob und wie diese Werte zusammenpassen und wo Kompromisse nötig sein werden.

Bezüge zum Datenschutz gibt es auch, wenn die Skorpion-Energie schon zu Eifersucht und Neid tendiert und dazu, einen Detektiv zu beauftragen, um herauszufinden, was eigentlich passiert (auch wenn nichts passiert, aber das Mißtrauen Wellen schlägt). Ich hoffe nicht, daß meine Science-Fiction-Idee des Updates auch in ferner (?) Zukunft zur Überwachung in Beziehungen eingesetzt werden kann.

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