Tage wie dieser oder: Achtung: Skorpion (Tierkreiszeichen)

Da will ich immer noch was zum Skorpion schreiben – eigentlich. Aber erst einmal kann ich ja die nicht-astrologisch Interessierten mit „Tage wie dieser“ unterhalten. Sie können dann ja immer noch weiterklicken. Aber wenn Sie erstmal drin sind, ich warne Sie. Sie wären nicht der Erste, der zum Schluß auch noch andere Beiträge gelesen hätte.

Das neue WordPress-Theme „Chaos-Theory“ kommt so schwarz und skorpionisch wie der der Hades daher, das wäre doch eine nette Vorlage. Anscheinend befinden sich noch ein paar mehr Leute im Chaos und versuchen herauszubekommen, wohin die Reise nun eigentlich geht. Aber das hatte ich ja im letzten Beitrag schon festgestellt, daß es im Moment wohl nicht einfach mal vorwärts geht. Eher über Umwege.

Nachdem ich mich die letzten Tage statt mit diesem Skorpion-Beitrag mit der Buchhaltung, Papierkram und Finanzamtsanforderungen beschäftigt habe, die frische Luft nur zum Fenster rein kam und ich nur merkte, daß es kalt ist, weil ich die Heizung höher drehen mußte -dachte, ich lese mal wieder in Ulf Runges Schreibtagebuch-Blog, der bringt mich immer zum Lachen. Ich komme weiter unten tatsächlich auf die Skorpion-Zeit zu sprechen, scrollen Sie einfach weiter, wenn Sie die Einführung nicht interessiert.

Und stelle bei Ulf Runge (da war ich doch vorhin, oder?) fest, nachdem er am Dienstag über den Wahnsinn, mit der Deutschen Bahn unterwegs zu sein – auch ohne Streik – schrieb, gräbt er Themen wie den Großbuchstabenstreik aus und betreibt Wortspiele.

Irgendwie ähnelt das verdächtig meinem eigenen Zustand von heute morgen, als ich nahe an einem hysterischem Anfall war. Oder dem einer Freundin, die nicht mal mehr zum amüsant Schreiben über ihren gestrigen Nachmittag in der Lage war, als sie versuchte, an der Uni in Bremen ein paar Seiten auszudrucken und zu kopieren. Da kamen jede Menge Chipkarten, Pfand hinterlegen und dies „nur unter erschwerten Bedingungen zurückbekommen können“ vor, neben vielen „du glaubst es nicht“.

Nur als Anmerkung: Dies war die Stopstation des Mars, der mal kurz anhielt, bevor er dann rückläufig wurde. Mehr dazu – falls Sie noch wissen wollen, was das genau war – finden Sie hier. Zu Mars gehören neben den Kriegen auch die Autos. Und anscheinend auch eine gehörige Portion Technik, die man im Alltag so braucht, um Dinge fertig zu bekommen.

Ich habe gestern nacht ausprobiert, Druckerpatronen selbst neu zu befüllen. Heißt ja immer: selbst ist die Frau. Ich hatte den Drucker mit jemandem getauscht, bekam das hübsche Bastelset fürs Befüllen gleich mitgeliefert. Auch die Anleitung, die für Leute, die sich immer noch gegen Gleitsichtgläser wehren, nur mangelhaft zu lesen war. Aber ich dachte, so schwer kann es doch nicht sein!

Durfte es nicht – ich mußte Formulare ausdrucken, ohne die ich einfach nicht weiterkam. Niemand hat bisher für eine Anordnung von Programmen auf dem Bildschirm gesorgt, daß man gleichzeitig etwas lesen und in ein anderes Programm eintragen kann. Oder ist das etwa bei Vista möglich? Bitte nicht! Nicht, daß ich an diesem Betriebssystem noch was Gutes finde! Jetzt gehts mir schon wie Herrn Runge, zumindest was das Abschweifen angeht.

Es war auch ganz einfach: gleich schwarze Hände zu bekommen, bevor ich überhaupt auf die Idee kam, Handschuhe anzuziehen. Dann – die schwarze Patrone mit zuviel Tinte zu versehen. Die Farben gingen dann eigentlich. Ach ja, rote Farbe hab ich auch noch abbekommen. Aber schwarz und rot gehören als Farben auch zum Skorpion! Puh, immerhin schon mal ein Hinweis!

Heute morgen hatte die schwarze Patrone die Untertasse, auf die man sie stellen sollte, um sicherzugehen, daß sie nicht etwa auslaufen würde, mit schwarzer Tinte getränkt. Ich beschloss, den Versuch zu machen, nach einer gründlichen Reinigung der Patronenhülle, einfach zu drucken.

Was nach längerer Druckkopfreinigung, Kalibrierung und diversen Testausdrucken auch ganz gut gelang. Bis auf ein Finanzamtsformular, was eine sehr kleine Schrift enthielt, das sah interessant aus, nur daß man nichts lesen konnte. Aber es stellte sich heraus, daß ich für einen sauberen Ausdruck nicht das Freeware-Programm, sondern das ressourcenfressende tolle normale Programm benutzen mußte. Über den vergeblichen Versuch meines Mailprogrammes sich upzudaten heute nacht, spreche ich jetzt nicht auch noch.

Aber Sie sehen, auch ich war heute schon dem Wahnsinn nahe.

So, damit niemand es beim Scrollen überliest:

Wir haben schon länger Skorpion.

Bevor er also ganz vorbei ist, will ich doch nochmal genauer darauf eingehen. Eigentlich ist Skorpion – nach der nach außen gerichteten Waage – wieder ein introvertiertes Zeichen. Sprich: die Energie geht nach Innen, es geht um Auseinandersetzung mit uns selber, wir werden wieder dünnhäutiger und – da es ein Wasserzeichen ist, was unser Ego wandeln möchte – auch wieder infektanfälliger.

So schreibt Norbert Teupert in „Mit der Sonne leben“ zur Skorpion-Zeit: „Gehen Sie allem aus dem Weg, was Sie überfordern könnte.“ Guter Rat, aber wie?

Auch der rückläufige Mars zeigt nach innen, aber während die Welt draußen von uns ein Weiterarbeiten fordert, ein „ich muß aber den Termin einhalten“, spiegeln die äußeren Stopschilder wider, um was es eigentlich geht. Eigentlich wäre heute ein schönes Wetter für einen Spaziergang gewesen, für Ruhe und Besinnlichkeit. Wie geht es mir eigentlich, was will ich eigentlich selber wann tun. Und gemäß der Skorpionzeit erleben wir diese Stopzeichen auch sehr intensiv, denn Skorpion mag Halbheiten und lauwarme Gefühle gar nicht.

Die Skorpion-Zeit bringt all das auf den Tisch, was wir das ganze Jahr über immer wieder unter den Teppich kehren konnten. Das, was geändert, gewandelt werden muß, spüren wir jetzt sehr deutlich und intensiv. Dazu können auch sehr unangenehme Gefühle gehören, von denen wir meinten, wir seien zu gut, um sie überhaupt zu haben. Haß, Neid und Eifersucht beispielsweise. Wir lernen uns wirklich kennen. Und es gilt, diese Gefühle in unser Selbstbild zu integrieren und damit umgehen zu lernen. Auch das sind wir. Auch so können wir sein.

Was bedeutet, daß Konflikte, die bisher gar nicht so schlimm aussahen, jetzt eskalieren. Daß die Positionen so richtig aufeinander krachen. Aber damit wissen wir jetzt wenigstens, wo der Schuh drückt. Oder auch, was wir nicht mehr aushalten. Machtkämpfe sind allerdings nicht zu gewinnen, dazu ist man selber auf Grund der Dünnhäutigkeit viel zu sehr und zu leicht angekratzt.

Ich kann es Ihnen zur Zeit besonders empfehlen, wenn Sie schon immer mal wissen wollten, was in Ihrem Horoskop so alles über sie steht, probieren sie es aus – jetzt können Sie mehr damit anfangen als sonst.

Denn die gute Nachricht ist: Veränderungen sind leichter als sonst zu bewerkstelligen. Gewohnheiten können wir leichter ändern – leider haben wir dabei die Tendenz, zuviel des Guten zu tun und extremistisch zu werden. Auch das gehört zum Skorpion.

Wenn wir jetzt mit Dingen anfangen, haben diese meist eine „therapeutische“ Wirkung und dienen oft der Verarbeitung von alten Mustern und Geschichten. Es kann sich um Menschen handeln, denen wir nur kurz begegnen, die uns aber völlig verändert zurücklassen – unter Umständen nur mit einer heftigen Wunde, wegen der wir dann anfangen uns zu ändern, uns mit Dingen auseinanderzusetzen.

Eine andere Möglichkeit ist, ehrlich miteinander zu sein und umzugehen. Sich selber die eigenen Schwächen und Fehler einzugestehen und dann auch mit Partner/ Partnerin darüber zu reden – und nicht nur die schöne Fassade zu zeigen.

Weshalb ich Skorpion eigentlich am liebsten anhand des Films „Mr. & Mrs. Smith“ deutlich machen wollte. Der zeigt nämlich sehr gut, daß wir uns zeigen müssen, verletzlich werden müssen, lebendig, etwas wagen, wenn wir wirklich authentisch sein wollen. Da alles, was zum Untergrund, zum Verborgenen gehört, also auch Detektive und alle Berufe, die im Dunklen ausgeübt werden, dem Skorpion zugeordnet werden, gibt es noch jede Menge mehr Anspielungen in diesem Film. Ich werd jetzt nicht alles verraten…

Das, was wir jetzt tun, tun wir gründlich. Ein Umzug in dieser Zeit zeigt oft eine grundlegende Wandlung in unserem Leben an.

Es ist auch eine Zeit, um im Leben gründlich aufzuräumen und auszumisten – es ist leichter, Dinge loszulassen – vor allem, wenn man so gut wie jetzt erkennen kann, was einem schadet. Und wovon man abhängig ist.

Wobei wir bei dem Thema von vorhin sind. Wir können jetzt klar erkennen, wovon wir uns abhängig fühlen oder von was wir abhängig sind – sprich: die Abhängigkeit von funktionierender Technik ist ein Beispiel dafür. Von der Technik können wir uns nicht mehr unabhängig machen, aber von vielen anderen Dingen schon.

Aber was steckt hinter dem Erledigen müssen – es geht ja nicht eigentlich um die Technik, sondern um die Arbeit, die fertig werden muß. Abhängigkeit von Arbeitgeber, von dem Job, vom Geld, vom Auftraggeber? Vom Partner?

Also fragen Sie sich: was tut mir wirklich gut – was nicht? Und morgen ist Wochenende, also eine Gelegenheit, sich Mr. & Mrs. Smith anzusehen, wenn Sie ihn noch nicht kennen. Dann können Sie anderen in der Krise zusehen. So zur Abwechslung.

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6 Gedanken zu “Tage wie dieser oder: Achtung: Skorpion (Tierkreiszeichen)

  1. Annett 16/11/2007 / 22:11

    Hallo Irene,

    zwischenzeitlich lauer ich regelrecht auf jede deiner „federleichten“ Fortsetzungen. Bei einigen von dir beschriebenen Punkten, saß ich schon fast fassungslos vorm Bildschirm, so detailgetreu haben sie meine akute Situation wiedergegeben.

    Wunderbar! Vielen Dank und bitte bloß nicht aufhören. Es macht großen Spaß das zu lesen.

    LG Annett

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  2. Ulf Runge 17/11/2007 / 2:02

    Liebe Irene,

    wir haben Skorpion!
    Das ist eine schöne, klare Aussage!
    Ich freue mich, dass ich mit Dir Skorpion feiern darf.
    Danke, dass Du immer wieder vorbeischaust.
    Danke, dass Du einfach so Mensch bist, wie z.B. beim Geld sparen und selber die Patrone auffüllen…

    LG, Ulf

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  3. federleicht 17/11/2007 / 23:03

    Liebe Anett,

    danke für die Rückmeldung! Ich hab das Schreiben ja auch gerade erst wirklich entdeckt! ;)

    Lieber Ulf,

    gern geschehen – lachen ist wirklich gesund! ;)

    Schön, daß du von „Skorpion feiern dürfen“ sprichst – ich glaub, das muß ich mal aufgreifen.

    Außerdem muß ja mal jemand berichten, wie es einem beim Geld sparen tatsächlich ergeht.
    Und welcher Laden hat schon mitten in der Nacht auf, um Patronen zu kaufen oder befüllen zu lassen…?

    LG, Irene

    LG,

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  4. medousa 20/11/2007 / 12:58

    Lieste Irene,
    ach wie wahr…..
    Passen genau deine Beschreibungen zu meinen auseinanderseztungen gerade. da bleibt die frage, versuch ich denen durch ablenkungen wie arbeit, telefonate, sinnloses ein freecell nach dem anderen spielen aus dem weg zu gehen- oder bin ich so mutig und geh da rein? spätestens in den träumen kommt all das wieder und ich wache auf und denke: nein! ich dachte das thema hatte ich schon hinter mir!!! ha denkste! von wegen.
    in diesem sinne
    eine schöne intensive skorpionzeit noch :-)
    schreib weiter so, klasse
    XXX
    medousa

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  5. Frankmut Thielmann 20/03/2010 / 11:16

    Ich habe die Vorgehensweise zwar nicht so ganz verstanden, sehe aber auf jeden Fall das Potential dahinter :-). Ich wünsche noch eine beschauliche Rest-Fastenzeit (wenn überhaupt :-) und viele Grüße, Frankmut Thielmann

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    • irene dietrich 20/03/2010 / 13:12

      Die Vorgehensweise, wie Sie es nennen, ist eher das grundlegende astrologische Denken – ich werde mir mal einen Beitrag zu diesem Thema überlegen. In ein Kommentarfeld passt es nicht so ganz rein…;)

      Herzliche Grüße,
      Irene Dietrich

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