Können Sie auch nicht schlafen?

Dann geht es wahrscheinlich nicht nur Ihnen allein so, denn morgen haben wir Vollmond. In Waage (dort steht zur Zeit die Sonne) und Widder (dort haben wir morgen abend den Mond stehen, jetzt, am 25.09. finden Sie ihn noch in den Fischen). Vollmond bedeutet, Sie finden die beiden Himmelslichter in gegenüberliegenden Zeichen. Man rechnet mit der Vollmondwirkung 3 Tage vorher und 3 Tage hinterher.

Damit Sie mal sehen, wie so ein Vollmond-Horoskop aussehen kann, hab ich mal Bilder-Einfügen geübt:

Vollmond 26.09.07

Zu Neumond, in der Dunkelheit, fängt ein Samen an zu keinem, es wird eine Entwicklung in Gang gesetzt, die wir zu Vollmond, wenn der Mond, der Same, beleuchtet wird, überprüfen können.

Jetzt kommt es ans Licht. Jetzt wird uns während der Nacht heimgeleuchtet – und das, was uns beschäftigt, uns vielleicht auch quält, erscheint uns in diesen Nächten besonders groß, besonders bedeutsam. Wir wälzen uns schließlich im Bett, heiße Milch mit Honig kann uns zwar runterfahren, eine allgemeine Nervosität reduzieren, aber um die wesentlichen Themen kommen wir nicht herum. Wir können die Nacht nutzen, um uns den Ballast von der Seele zu schreiben, einfach noch zu lesen, oder fernzusehen. Oder mit dem kreativen Hobby wieder anzufangen, ein Bild zu malen oder eine Collage zu basteln. Sie wissen schon, was ich meine. Das macht den Kopf leer.

Aber worum geht es eigentlich?

Zum letzten Neumond (in Jungfrau), am 11.09.07, der zudem noch eine Finsternis war (einfach ausgedrückt: Finsternisse betonen die Themen besonders, da sie in der Nähe der Mondknotenachse stattfinden – nur mal so für die Profis), ging es um die Überprüfung dessen, was für die Erreichung unserer Ziele nützliches Gepäck ist und was nicht mehr taugt.

Um unsere Ziele zu erreichen, war angesagt, Probleme und Unsicherheiten, bisher aufgeschobenes Unwohlsein, wirklich anzugehen. Was mit dieser Arbeit gemeint ist, können Sie auch unter dem Stichwort Jungfrau hier im Blog nachlesen, damit sie ein Gefühl für die Aufgaben bekommen.

Zudem war der Neumond mit einem Aspekt von Uranus versehen, der gern für Überraschungen sorgt und von uns in Folge dessen Flexibilität abverlangte – vor 2 Wochen hieß es: Achtung, alles anders!

Wir wurden durcheinander gebracht, durchgeschüttelt, zum Teil sehr heftig, zum Teil nur in kleinen Dingen. Wenn die Basis stimmt, dann kehrt man – mehr oder weniger schnell – wieder zum Begonnenen zurück. Die Frage war auch: ist unsere Zielsetzung, das, was wir tun, so stabil, daß wir zwar durcheinander, aber immer noch sicher sind?

Und kaum hatten wir uns von diesen Überraschungen erholt, wartet die nächste Geduldsprobe auf uns: am 21.09.07 traf sich Mars mit Pluto am Himmel und wahrscheinlich auch auf der Straße – Mars ist unsere Energie, unsere Kraft und unser Ärger – während Pluto für die Mächtigen, die Starken, Menschen in Machtpositionen und Diktatoren steht. Vereinfacht gesagt, aber ich möchte ja, daß Sie ein Bild zu dieser Konstellation bekommen. Astrologie ist nicht nur trockene Materie.

Diese Konstellation, wie man so schön sagt, bleibt uns bis Anfang Februar 2008 erhalten – Pluto ist sehr langsam, der benötigt 248 Jahre für den ganzen Tierkreis – und seit wann bewegen sich Mächtige (Pluto) freiwillig, nur weil wir ärgerlich (Mars) sind? Mars läuft für gewöhnlich schneller (2 Jahre für den Tierkreis), aber er wird, von der Erde aus gesehen, Mitte November bis Ende Januar rückläufig – das heißt, er braucht mehr als doppelt so lange. Wir dürfen uns also mit unserem Ärger über Institutionen, Macht und Machtmißbrauch richtig beschäftigen.

Der Haken an diesem Treffen ist, daß wir oftmals übersehen, daß der Ärger gar nicht aktuell ist, sondern völlig fremde Menschen uns an ein Monster aus unserer Vergangenheit oder gar unseren letzten Chef, der so richtig daneben war, erinnern. Wir haben es hier also oft mit unserem ureigenen Gruselkabinett zu tun, wenn wir mitten auf der Straße in die Luft gehen. Dabei reicht oft schon eine Kleinigkeit.

Vor allem legen wir uns dabei eventuell mit Personen an, zu denen wir ein gutes Verhältnis leider nötig haben, von denen wir abhängig sind. Und das schadet uns selbst mehr, als wenn wir erst denken und dann in die Luft gehen. Die Atmosphäre ist zur Zeit also von HB-Männchen gekennzeichnet (was auch eine Anspielung auf das Rauchverbot ist, was gerade zur Zeit durchgesetzt wird). Wenn wir Machtkonflikte ruhig und gelassen – zwar deutlich, aber mit angemessenen Mitteln durchstehen, dann können wir wirklich etwas ändern für uns. Wenn diese sich jedoch zuspitzen, zu einer (heftigen) Krise führen, dann kann daraus – langfristig etwas neues entstehen.

Wir bekommen sozusagen die Gelegenheit, mit unserem Gruselkabinett aufzuräumen und dieses Mal anders zu reagieren.

Zuerst ist Mars ja noch in den Zwillingen – das heißt, jetzt entlädt sich der Ärger eher noch auf verbaler Ebene. Wenn er dann am 27.09.07 in den Krebs geht, dann könnte uns der Ärger eher auf den Magen schlagen und wir nörgeln und beschweren uns, anstatt auf andere loszugehen.

Diese Konstellation gehört nicht direkt mit zur Vollmondkonstellation, aber sie ist als Thema sozusagen auf dem Tisch für die kommenden Monate. Weiter gehört zum Thema des Monats ganz allgemein – ja, ich komm ja gleich wieder auf den Vollmond zu sprechen – daß wir die Tendenz hatten, uns in Träumen und Phantasien, auch in Illusionen bezüglich unserer Partnerschaft zu bewegen (nur kurz: Venus Opposition Neptun). Während wir im August bis zum 09.September (Rückläufigkeit der Venus) in Beziehungsfragen mal in uns gehen sollten, wie wir sie uns denn eigentlich vorstellen, was uns gefällt, was uns nicht gefällt, und wie wir es gerne hätten. Frage ist wieder mal, ob wir unsere Hausaufgaben gemacht haben.

Und damit nicht genug, haben wir zur Zeit auch noch mit überzogenen Glückserwartungen zu tun, die sich Anfang Oktober auflösen könnten. Und wieder ist eine Realitätsanpassung gefragt. Ich gebe es zu, es liegen eine Menge Aufgaben vor uns und die Zeiten sind nicht einfach. Vor allem scheint über allem eine Art „Stop-Schild“ zu stehen, nichts geht richtig weiter.

Jetzt sind wir also glücklich angekommen und liegen wach. Dieser Vollmond dreht sich jetzt um die Frage, was tun wir mit und für andere, und wo bleiben wir selbst dabei?

Waage geht es um die Gemeinsamkeit, die gemeinsamen Unternehmungen, das gemeinsame Frühstück und die Fahrradtour, die Verbindung. Und um die Kompromisse. Ohne die geht es schließlich nicht. Das ist das, was uns zur Zeit bewußt ist.

Der Mond stellt die allgemeine Gefühlslage dar. Mit einem Mond in Widder ist die Gefühlslage „hier komme ich und ich will“. Dem ist mit seinem Egoismus die Waage-Kompromiss-Schiene zuviel, er will endlich mal was (alleine) und was neues tun.

Und wenn wir jetzt wach liegen, dann kann sich all das, was ich zuvor beschrieben habe, in folgender Weise vermengen – damit wir auch was davon haben:

Wo bleibe ich eigentlich, nachdem ich so viel geträumt habe von Gemeinsamkeiten und einer überirdisch schönen Beziehung, meine Vorstellungen überprüft habe, und jetzt verhält sie oder er sich wie mein Vater – nur ihre oder seine Vorstellungen zählen – und meine Sachen fallen unter den Tisch. Was hab ich jetzt davon? Vielleicht haben wir die letzten Tage versucht zu reden, aber irgendwie hakt etwas. Also sitzen wir da und grummeln so richtig vor uns hin.

Aber: sie oder er ist nicht unser Vater – und wir könnten nochmal versuchen in Ruhe, am Wochenende, wenn alle wieder häuslicher gestimmt sind, ein Gespräch beginnen. Dann ist die Stimmung, da der Mond ja sehr schnell läuft, auch wieder etwas ruhiger und wir sind eher in der Lage, etwas besonnen anzugehen.

Diese ganze Thematik kann auch in anderen Bereichen stattfinden – daß wir uns fragen, wo wir bleiben, ob wir nicht zuviele Kompromisse machen, auf der Arbeit zum Beispiel. Die Frage, ob ich nicht zuwenig Geld für meine Arbeit bekomme. Oder ob ich die Arbeit der Kollegin mitmache. Es geht also um Ausgewogenheit und um meine ganz persönlichen Bedürfnisse, die sich jetzt melden. In welchem Bereich sich diese Thematik bei Ihnen zeigt, bzw. wie Sie sie erleben, kann dem persönlichen Geburtshoroskop entnommen werden.

Diese Nächte sollten wir uns, wenn wir schon nicht schlafen können, klar machen, was wir wirklich brauchen, sortieren, was in die aktuelle Situation gehört und uns eine angemessene Reaktion überlegen.

Unter den jetzigen Konstellationen könnten wir uns sonst eher selber verletzen.

Vieles ist eventuell kindlicher Ärger (der Mond steht auch für erlernte und kindliche Reaktionen), der aufgearbeitet werden will.

In den Fällen, in denen aus den beschriebenen Konflikten eine ernsthafte Krise entsteht, sei es im partnerschaftlichen oder im Arbeitsbereich etc., kann eine astrologische Beratung und eine Spirituelle Heilarbeit, wie ich sie anbiete, helfen, die Konflikte besser zu verstehen, ihre Ursachen zu begreifen und dazu dienen, alte Verhaltensweisen, Muster und Situationen hinter sich zu lassen. Denn daß die Krise eine Chance ist, ist zwar wahr, aber meistens erkennt man dies erst später. Nach dem Schmerz.

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3 Gedanken zu “Können Sie auch nicht schlafen?

  1. Andrea 27/09/2007 / 13:38

    >>Wir dürfen uns also mit unserem Ärger über Institutionen, Macht und Machtmißbrauch richtig beschäftigen. […] Vor allem scheint über allem eine Art “Stop-Schild” zu stehen, nichts geht richtig weiter.<<
    Wie beruhigend, auch diesen Kram mal wieder per Astrologie gespiegelt zu bekommen. Sprich: wie gut zu wissen, dass ich mir das Stop-Schild offenbar doch nicht ganz alleine mitten in meinen Weg gestellt habe, sondern dass so einiges an Planeten mir dabei kräftig unter die Arme gegriffen hat. *seufz* Na gut, dann machen wir uns doch mal an die „Hausaufgaben“… ;-)

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  2. federleicht 27/09/2007 / 15:31

    Danke Andrea, für die wunderbare Beschreibung des Nutzens der Astrologie: daß sie nämlich den Zustand spiegeln – nicht herstellen, nicht hervorufen, uns nur zeigen, was gerade passiert. Und Stopschilder sind ja schließlich dafür da, daß sie uns vor Schaden und voreiligem Überqueren einer (für gewöhnlich gefährlichen) Kreuzung bewahren wollen. ;)
    Irene Dietrich

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