Waagen sind ausgeglichen…Teil 2 – Tierkreiszeichen im Jahreslauf

Da kann ich, selbst eine Waage, nur laut lachen – wir mögen zwar das Talent haben, alles in unserer Umgebung auszugleichen (was auch immer das bedeuten mag), über allem einen rosa Zuckerguß zu verbreiten, aber „Harmonie“ und „Ausgeglichenheit“ ist für uns eher Ziel denn Zustand. Aber bevor ich zu dem eigentlichen Thema des Monats komme, was das für diese Zeit bedeutet, möchte ich ein wenig Licht hinter die Waage-Kulissen werfen und mit den Zuckerwürfel-Vorurteilen aufräumen.

Wenn wir uns ansehen, was in der Jungfrauzeit auf dem Stundenplan stand, nämlich die Verbesserung und Perfektionierung unseres Selbstausdruckes – dann fragt man sich natürlich, was das folgende Zeichen Waage im Anschluss daran zu tun hat. Ein Zeichen folgt schließlich thematisch auf das vorhergehende. Vor allem, was hat die Perfektion mit der Harmonie zu tun?

Zusätzlich startet mit der Waage der Herbst, die dunkle Jahreszeit und die Sonne wandert im sogenannten natürlichen Horoskop (das ist die theoretische Basis der Astrologie) in die obere Hälfte des Horoskops. Seit dem Frühlingsanfang, der Widder-Zeit haben wir uns damit beschäftigt, etwas für uns Neues zu entwickeln, zu stabilisieren, auszubauen. Das hat uns bis einschließlich Jungfrau beschäftigt. Die Ich-Zeit diente der Entwicklung und dem Selbstausdruck. Das ist mit Ende des Sommers abgeschlossen.

Jetzt wollen wir damit rausgehen. Wir haben etwas geschafft, etwas fertiggestellt, perfektioniert, eingepasst – aber was ist, wenn es niemand sonst sieht? Was, wenn wir ganz allein damit auf der Welt wären, mit dem, was wir da getan haben?

Das ist die Grundlage der Waage: wir gehen raus, um andere treffen zu können, um uns zu zeigen, uns in anderen spiegeln zu können. Ich habe das so gemacht – und du? Wie war es bei dir, was fiel dir schwer, was ging dir leicht von der Hand. Wir brauchen das Gegenüber, wir wollen mit anderen in Interaktion treten. Sie kennen lernen, mit ihnen plaudern, uns zeigen, und gern von unserer Schokoladenseite. Sonst hätten wir uns im letzten Monat ja nicht so abgemüht, das Haus geputzt und uns verbessert. In der Löwe-Zeit wollten wir Beifall, sehen und gesehen werden war angesagt, in aller Pracht.

Jetzt geht es um die Begegnung, den Austausch. Waage ist ein Luftzeichen und gehört zum sogenannten sozialen Quadranten in einem Horoskop – sie braucht den Austausch mit anderen.

Sie möchte Gegensätzliches verbinden, sich mit anderen verbinden. Daraus entsteht auch der Punkt, dass Waage-betonte Menschen Beziehungen suchen und brauchen und sich ohne diese unvollständig fühlen. Das muss nicht nur eine Sonne in der Waage sein, das kann sich astrologisch auch anders ausdrücken. Es kann sein, daß Sie sehr viele andere Planeten in der Waage stehen haben, Venus eine große Rolle spielt oder ähnliches. So etwas kann ihnen eine professionelle Deutung ihres Geburtshoroskops verraten – neben vielen anderen Aspekten.

Das Waage-Zeichen steht in der Natur für den Herbstbeginn, für das Gleichgewicht von Tag und Nacht – auch um ein Gleichgewicht von innen und außen, männlich und weiblich. Das, was uns ergänzt, uns vollständig macht, suchen wir gern im außen. Aber: erst, wenn wir entwickelt und klar sind, können wir das Passende, „Sympathische“ anziehen.

Die Fähigkeit auszugleichen, setzt ein feines Gespür für Ungleichgewichte und Disharmonie voraus. Wenn die Waage nicht merken würde, dass etwas nicht stimmt, könnte sie nicht eingreifen.

Weiterhin liegen Waage-betonten Menschen Kunst, Kultur, Schönheit und Ästhetik am Herzen, was sich in einem Händchen für Innenarchitektur, Mode und Kunst ausdrücken kann, aber auch in Kreativität in einem ganz anderen Bereich.

Hinzugefügt sei, bei aller Liebenswürdigkeit und Diplomatie: die Waage ist Luft, beginnende noch dazu – das heisst, sie hat gerne das Sagen, das Kommando im zwischenmenschlichen Bereich. Waage ist ein extrovertiertes oder auch männliches Zeichen dazu. Sie will etwas bewegen, und wenn es mit einem Hauch oder einem Sommerwind nicht geht, dann nimmt sie eben das Schwert (im Tarot sind die Schwerter die Symbole für das Element Luft). Sie kann jemandem den Weg zur Hölle ganz diplomatisch als Weg ins Himmelreich verkaufen.

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie die Waage-Zeit am besten nutzen können, lesen Sie weiter im 2. Teil: Waage-Zeit – Mit der ganzen Leichtigkeit des Seins

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5 Gedanken zu “Waagen sind ausgeglichen…Teil 2 – Tierkreiszeichen im Jahreslauf

  1. Joy 24/09/2007 / 18:00

    Toll erklärt! Danke für diesen Blog.
    Was mir allerdings so ganz spontan durch den Kopf geschossen ist: Hmm, aber was mach ich denn eigentlich mit der Waage-Zeit, wenn ich in der Jungfrauen-Zeit noch gar nicht fertig geworden bin mit allem? Bis nächstes Jahr warten?

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  2. federleicht 24/09/2007 / 23:27

    Hallo Joy,

    danke für das Lob!

    Da die Jungfrau-Energie einen zur Perfektion treibt und diese auch gern mal übertreibt, kann man sich, wenn man noch nicht fertig ist, fragen, ob es wirklich noch etwas jungfräuliches zu tun gibt. Denn mit der Waage-Energie geht der Fokus von der Putz- und Verbesserungsarbeit Richtung Verschönerung. Ansonsten kann man leider nur sagen: es versuchen, so bald wie möglich fertig zu stellen. Viel Glück!

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  3. Astrologe Thorsten Boelter 23/07/2008 / 18:32

    Ja, ja die liebe Waage!

    Mit einem AC als Löwen, Skorpion oder Widder wird sie das Schwert für sich herausholen. Und dann damit „herumfechten“ oder auch „stechen“. Aber mit einem AC als Krebs oder Fische sieht es schon wieder ganz anders aus. Ja, ja das Prinzip mit dem „Ausgleichen-wollen“. Eigentlich wollen sie doch gar nicht ausgleichen. Sie nehmen sich doch nur „eher“ zurück, und dem anderen kommt es so vor als wolle der Waage-Geborene ausgleichen. „Er ist ja so diplomatisch“! Mmmhhhhh, diplomatisch. Erstmal nimmt er sich nur zurück, denn als „Gegen-Pendant“ des Widders ist er weniger auf „Direktheit“ aus. Er greift weniger an, initiert weniger und nimmt sich „weniger“ wahr. Das heißt: Die eigenen Interessen stehen nicht so sehr im Vordergrund wie bei anderen „Sonnen-Zeichen“. Wobei diese Eigenart bei einem Waage-Aszendenten eher zum Vorschein kommt. Denn „hier“ steht das Horoskop „auf dem Kopf“. Die physische Art ist weniger stark „behaftet“. Wie: „sich eben mit ganzer Energie durchzusetzen wollen“. Man kann auch die Überlebensenergie mit dem AC gleichsetzen. Aber jetzt komme ich etwas ab.Es ist toll eine „Waage“-Qualität zu verkörpern. Als Sonnen-Kraft oder eben auch als Aszendenten-Kraft. Mmmhhhhhh, jetzt habe ich mich erwischt. Mein wunderschöner AC heißt Waage….! Lieben Gruß Thorsten Boelter

    Astrobank Dortmund

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  4. somlu 23/07/2008 / 19:58

    Hallo Herr Boelter,

    ich fühle mich in diesem Blog sehr wohl und freue mich immer sehr über die verständlich geschriebenen Beiträge, die nahe an den Menschen sind. Bisher habe ich zu den den Beiträgen hier keinerlei Ergänzungen gebraucht.

    Es macht mir doch den Eindruck, dass Sie scheinbar gerne in fremden Revieren wildern. Was ich gut verstehen kann, Ihre eigene Seite ist leider wenig ansprechend und schon gar nicht kommunikativ, wie es ein Blog ist. Vielleicht sollte sie mal Ihre Seelenziele danach überprüfen ein eigenes Blog zu eröffnen.

    Allerdings befürchte ich, dass Ihre Beiträge weniger gut lesbar und verständlich sind, wie Sie es hier schon so beeindruckend demonstriert haben.

    Der Gedanke drängt sich auf, dass Sie hier Werbung in eigener Sache betreiben, was ich nicht besonders kollegial finde!

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