Die ist doch Jungfrau, oder? – Teil 1 Tierkreiszeichen im Jahreslauf

Ja, alle, die jetzt Geburtstag haben, sind Jungfrauen. Aber nicht nur die Menschen, sondern auch Ereignisse wie Heiraten, Begegnungen, WG-Gründungen, Verträge etc. Diese ganze Zeit – das erläutere ich gleich noch – ist Jungfrau.

Und da das etwas zu sagen hat für den allgemeinen Umgang, die allgemeine Atmosphäre, werde ich hier jeden Monat etwas zur Zeitqualität schreiben, indem ich das jeweilige Tierkreiszeichen = Sonnenzeichen beleuchte.

Was ist ein Sonnenzeichen?
Ganz einfach: das, was man auf jeden Fall weiß – ich bin eine Jungfrau, oder ich bin Steinbock oder Widder. Die Tierkreiszeichen fangen um den 21. eines Monats herum an und enden dort. Jedes Jahr ein wenig verschoben. Die Sonne bleibt also dreissig Tage in einem Tierkreiszeichen, der Mond ca. zweieinhalb Tage. Aber das soll für den Anfang erst einmal reichen.

Jetzt wollt ihr alle etwas neues erfahren – ist ja auch verständlich, denn zudem haben wir den Mond in den Zwillingen. Der Autor eines noch recht neuen Blogs hat sich mit diesem beschäftigt: http://astrobum.wordpress.com/2007/09/03/mond-in-den-zwillingen/


Der Mond ist – im Gegensatz zur Sonne, die das Oberthema der Zeitqualität (ja, Qualität und nicht Quantität) liefert, die allgemeine Bedürfnislage. Ein Mond im Widder treibt zum Handeln und zum Sport an, der Mond im Stier steht für ein genussbetontes und sinnliches Wochenende. Der Mond im Zwilling will Neuigkeiten, Tratsch, Interessantes hören und weitergeben – der Obertitel ist Kommunikation. Der schnelle Wechsel des Mondes von einem Zeichen in das nächste führt dann öfter dazu, dass wir ein ruhiges Wochenende planen, dann aber völlig unruhig werden und aus dem Haus müssen.

Die Sonne in der Jungfrau beschreibt das Oberthema.

Im Geburtshoroskop eines Menschen steht sie für die Identität. Da auch jedes andere Ereignis ein Geburtshoroskop hat, gilt dies auch für Ereignisse. Jede Sache, die in dieser Zeit anfängt, hat die Sonne in der Jungfrau. Das können Verträge, Geschäftsgründungen, unsere neue Wohnung (der Umzug), Friedensverhandlungen oder auch eine Begegnung oder neue Beziehung sein. Diese ganzen Ereignisse stehen dann alle im Zeichen der Jungfrau. Die restlichen neun Planeten des Horoskopes und die anderen wichtigen Teile spezifizieren die Zeitqualität noch einmal genauer.
Wie z.B. der Mond in den Zwillingen, der das Bedürfnis nach Neuigkeiten und Informationen hinzufügt.

Jetzt aber zur Jungfrauzeit, wie man diese Periode auch benennen kann.

Das Zeichen der Jungfrau wird auf Zuckerwürfeln mit pingelig, kritiksüchtig und genau beschrieben. Die Karikatur einer männlichen Jungfrau kann man im Fernsehen an Dienstagabenden bewundern: Monk, der Detektiv, der Angst vor Ansteckung hat, sich vor vielen Dingen ekelt und gleichzeitig in der Lage ist, innerhalb von drei Minuten Details zu entdecken, die nicht hineinpassen und die alle anderen übersehen haben. Die Jungfrau ist eines der meisten missverstandenen Zeichen. Neben einigen anderen.

Auch wer nicht die Sonne in der Jungfrau hat, sondern Waage, Fisch oder Löwe ist, hat irgendwo im Horoskop die Jungfrau stehen. Womöglich auf irgendeine Art betont. Weiß man leider nicht, bevor man nicht das ganze Horoskop berechnet hat. Bevor wir uns jetzt also von Monk’schen Anwandlungen distanzieren, wollen wir dem Hintergrund der Jungfrau-Energie auf den Grund gehen.

Die Jungfrau hat die Funktion eines Qualitätsmanagers – wobei wir – um in dem Bild zu bleiben – die Firma sind.

Sie sorgt dafür, dass wir uns in die Sachen hineinknien, sie üben, sie perfektionieren. Sie hat den Blick für das Detail. Vor allem für das verbesserungswürdige Detail.

Ein weiteres Stichwort ist Nützlichkeit. Für die Jungfrau müssen die Dinge nützlich sein. Eine Jungfrau freut sich über nützliche Geschenke zu ihrem Geburtstag.

Sie sagt uns, was wir an Nahrungsmitteln nicht vertragen, was gut für uns ist und dass wir unseren Schlaf brauchen, wenn wir den nächsten Tag wieder fit sein wollen. Sie versucht, wie der Qualitätsmanager für einen perfekten, reibungslosen Ablauf zu sorgen. Sie macht uns fit für den Auftritt auf der Party, die dann in der Waage-Zeit stattfindet. Sie will, dass wir mit nichts weniger als dem besten Endprodukt auf den Markt gehen. Weshalb sie uns manchmal gnadenlos kritisieren kann und dazu bringt, etwas ganz von vorne anzufangen.

Und sie sorgt dafür, dass wir darauf achten, was unserem Körper, also unserem System, gut bekommt und was nicht. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Daher der Bezug des Jungfrau-Zeichens zur Gesundheit – und zur Abgrenzung.

Weiter wird sie mit dem Begriff des Dienens in Verbindung gebracht. Nein, jetzt nicht gleich auflegen, erstmal zuhören. Dienen im Sinne von dem großen Ganzen dienen. Wenn eine Schraube nicht richtig festgedreht ist, dann löst sie sich. Wenn ich mich nicht einordne und manchmal unterordne (unter jemanden, der Ahnung hat), dann kann mein Alltag oder meine Arbeit nicht dem großen Ganzen dienen. Wenn alle nur das machen, was sie grad für das Witzigste halten, dann können daraus viele tolle Dinge entstehen, aber eben kein sauber abgestimmtes und schon gar kein funktionierendes System. Was habe ich davon, wenn meine Buchhalterin lieber Bilder malt?

Sehen sie, man kann auch anderes mit Dienen assoziieren als Aschenputtel.

Was heisst das jetzt für diese Zeit?

Alles dreht sich um Verbesserung und Anpassung. Viele Sachen, die wir irgendwann angefangen haben, oder vielleicht auch schon beendet haben, holen wir hervor, um sie zu verbessern. Wenn jetzt Gesetze verabschiedet werden, dienen – schon wieder dieses Wort – sie dazu, etwas Altes zu verbessern oder aus diesem Grunde auch zu ergänzen. Es ist eine gute Zeit, um auszusortieren – was passt noch zu uns, was brauchen wir noch, was nutzt uns noch? Das, was wir jetzt kaufen oder beginnen, wird eher der Zweckmäßigkeit genügen und weniger unseren Ideen von Luxus. Wir sind tendenziell eher sparsam. Wir passen uns eher der Finanzlage an und den Umständen und suchen diese, bestmöglich zu nutzen. Dementsprechend kann man jetzt gut eine Zweck-WG oder eine zweckorientierte Arbeitsgemeinschaft gründen.

Da viele zur Zeit gerne in Urlaub fahren, kann man sagen, der Urlaub hat eher therapeutischen Wert bzw. dient wirklich der Erholung. Auch Arbeitsurlaube und Seminare tun jetzt gut. Bei Fernreisen ist in dieser Zeit zu beachten, dass wir empfindlicher auf fremde Nahrung und fremdes Klima reagieren.

Und es ist eine sehr gute Zeit, um den Herbstputz zu machen. Wir sind gründlich, detailverliebter als zu anderen Zeiten. Man kann auch sagen: Gründlichkeit und Detailtreue fallen uns zur Zeit leichter als sonst.

Diese Tugenden werden zur Zeit auch besonders gern gefordert – am Arbeitsplatz, im Geschäftsleben. Die Menschen achten mehr auf Details und Verbesserungsvorschläge für bestehende Abläufe stoßen auf offene Ohren. Wer sich also immer wieder ärgert, weil er mit den Vorschlägen nicht weiterkommt, könnte diese sammeln und es jetzt einmal ausprobieren. Dabei ist Sachlichkeit und eine rationale Begründung kombiniert mit dem Hinweis auf Einsparungsmöglichkeiten – geldlicher oder zeitlicher Natur – sehr anzuraten. Pünktlichkeit wird besonders gern gesehen.

Dinge, die wir in dieser Zeit beginnen, haben die Tendenz, nützlich zu sein für uns oder andere. Aber sie verlangen uns auch Anpassungsbereitschaft ab, wir müssen Abstriche machen.

Wir helfen gern – sollten aber aufpassen, dass wir bei neuen Begegnungen nicht zum Diener oder Therapeuten des anderen werden. Wir können anderen mit analytischen Fähigkeiten helfen oder sie eben auch auf uns anwenden – auf unseren Alltag, unsere Beziehungen und Freunde, unsere Hobbys.

Auf der anderen Seite tun wir gut daran, auf unsere Ansprüche und unseren Perfektionismus zu achten. Das heißt, an einen Umzug beispielsweise mit Perfektionismus heranzugehen kann uns die ganze Kraft kosten. Da ist es besser, die Ansprüche etwas herunterzuschrauben.

Man muss dazu sagen, dass Analyse auch etwas Trennendes hat. Wir sind zur Zeit leichter in der Lage, uns zu trennen, zu verabschieden: dieser Freundeskreis passt nicht mehr zu mir. Dieser Job passt mir eigentlich nicht mehr bzw. wir merken am eigenen Leib, ob er uns „bekommt“. Oder wir können das als von aussen kommend erleben – dass wir für jemanden oder etwas nicht mehr passend sind.

In dieser Zeit verdauen wir ebenso all das, was wir seit dem Frühjahr gemacht haben. Das kostet Energie und Unverarbeitetes spüren wir stärker über den Körper als sonst.

Die analytischen Fähigkeiten des Jungfrauzeichens sind sehr lobend zu erwähnen. Dabei ist unser Augenmerk aber vor allem auf die Fehler ausgerichtet, auf den Mangel, auf das Nichtpassende. Kritik hat Hochkonjunktur. Wer also zur Zeit Kritik zu hören bekommt, tut gut daran, einmal genauer hinzusehen, ob der Kritisierende nicht doch irgendwie recht hat.

Vor allem sind wir zur Zeit besser als sonst in der Lage, (schädigende) Verhaltensweisen einzusehen und aufzugeben. Zeit haben wir dafür noch bis zum Herbstanfang am 21.09.07.


Die Anregung zu der Betrachtung der Zeitqualität für den Alltag, habe ich dem Buch von Norbert Teupert „Mit der Sonne leben“, erschienen 1998 im Ariston Verlag, entnommen.

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Ein Gedanke zu “Die ist doch Jungfrau, oder? – Teil 1 Tierkreiszeichen im Jahreslauf

  1. Astrologe Thorsten Boelter 22/07/2008 / 10:58

    Hallo Ihr Lieben!

    Ja, was bin ich denn nun? Will sich so jemand fragen. Ich würde sagen: ich bin mehr Aszendent als Sonne. Erstmal. Denn dieser ist erstmal zu erkennen, zu ersehen. Er ist unsere Anlage, die wir zeigen, einsetzen und einbringen. Deshalb sind wir erstmal AC und nicht Sonne. Wir erkennen zuerst den Aszendenten und tippe so immer auf die Sonne. Oft kommen dann so Aussagen wie: der ist doch Jungfrau vom Sternzeichen. Aber fehlgeschlagen. Wir erkennen nur den AC und dieser ist Jungfrau. Das heißt: Jungfrau-Anlagen werden der Umwelt zur Verfügung „gestellt“! Und über dieses Einbringen der Jungfrau-Anlagen, Qualitäten ist ein Zugang zu meiner Sonnen- Anlage möglich. Also: erstmal die AC- Anlagen einbringen, dem Mitmenschen zur Verfügung stellen, dann zur Sonnen- Anlage „hinüber-treten“ und diese zu integrieren. das ergibt dann die sogenannte menschliche Schöpfungsenergie. Die individuelle Qualität! Die ja immer unterschiedlich zu erkennen ist und zu beobachten ist. Es kommt eben auf die Entwicklungstufe an, auf der der AC und dann die Sonnen-Anlage ausgelebt werden. Und selbstverständlich auf den Herrscher vom AC; wohin er ausgewandert ist und welche Aspekt er bildet. Und nur so ensteht die wunderbare Verbindung von Aszendenten und Sonne! Eben eine individuelle Einzigartigkeit!

    Lieben Gruß,
    Thorsten Boelter

    Astrologe Astrobank Dortmund

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